Güstrows Hockey-Chef zieht positive Saisonbilanz
Der ATSV Güstrow hat die Punktspielsaison 2025/26 in der Hallenhockey-Regionalliga Ost der Herren mit einem respektablen dritten Platz abgeschlossen. Hinter Meister Osternienburger HC und dem überraschend starken Aufsteiger ESV Dresden präsentierte sich die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern konstant stark. Vereinschef Marco Drenckhan (56) zeigt sich im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Rolf Becker äußerst zufrieden mit dem Verlauf der Spielzeit.
Klassenerhalt als Ziel übertroffen
„Ich habe alle Spiele der Mannschaft persönlich erlebt und bin wirklich sehr zufrieden“, betont Drenckhan. Das Saisonziel des sicheren Klassenerhalts wurde nicht nur erreicht, sondern mit dem dritten Tabellenplatz deutlich übertroffen. „Wir nahmen vom zweiten Spieltag an immer den zweiten Platz ein und hatten nie etwas mit dem Kampf gegen den Abstieg zu tun“, erklärt der Vereinschef. Lediglich die 5:8-Heimniederlage gegen ESV Dresden im letzten Spiel kostete den Vize-Rang, was Drenckhan als „unnötigen Schönheitsfehler“ bezeichnet, der aber den Gesamterfolg nicht schmälere.
Mannschaftliche Stärken und Nachwuchsförderung
Besonders hervorzuheben sei die mannschaftliche Geschlossenheit und das disziplinierte Auftreten der Truppe. „Die Ausfälle wichtiger Spieler durch Krankheit oder Verletzung wurden gut weggesteckt“, lobt Drenckhan. Ein besonderes Augenmerk legt er auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit: Der 18-jährige Torhüter Thorben Jürß, ein Eigengewächs des Vereins, entwickelte sich in einigen Spielen sogar zu einer Stütze der Mannschaft. Mit 19 Toren in zehn Spielen landete zudem Cedric Janke auf Platz drei der Torjägerliste der Regionalliga Ost.
Neutrainer Rybacki überzeugt in neuer Rolle
Eine besondere Herausforderung stellte der kurzfristige Trainerwechsel zu Saisonbeginn dar. Yan Dominic Rybacki, langjähriger Stammtorhüter des ATSV, übernahm mit nur 30 Jahren das Traineramt. „Ich weiß, dass es ihm nicht einfach gefallen ist, diese Aufgabe zu übernehmen“, so Drenckhan, „denn er wollte eigentlich noch eine Weile als Torhüter aktiv bleiben.“ Dennoch habe Rybacki das Amt in jeder Hinsicht vorbildlich ausgefüllt, wofür ihm der Vereinschef ausdrücklich dankt.
Ausblick auf die Zukunft
Für den Langzeitverletzten Sören Ahlberg, der in der Vergangenheit als überragender Torjäger glänzte und gegen Dresden auf der Trainerbank saß, hofft der Verein auf ein Comeback als Aktiver in der nächsten Saison. „Für die Zukunft könnte er sicher mal als Trainer eine Lösung sein“, so Drenckhan, „doch zunächst wollen wir ihn wieder auf dem Feld sehen.“
Damen-Team mit Aufstiegschance
Die Hallensaison ist für den ATSV Güstrow noch nicht beendet: Die Damen wurden erneut Meister der MV-Oberliga und haben sich für die Aufstiegsspiele in die Regionalliga Ost qualifiziert. Am 7. März gastieren sie in der Güstrower Halle in der Kessiner Straße und hoffen auf ähnlich starke Zuschauerunterstützung wie die Herren. „Darüber freuen wir uns sehr“, schließt Drenckhan mit optimistischem Blick auf die kommenden Herausforderungen.



