Second-Hand-Basar in Prenzlau: Erfolgsmodell aus Sachsen begeistert die Uckermark
Am vergangenen Sonnabend standen im Basecamp Prenzlau die Kleinen Stars im Mittelpunkt. Die Baby- und Kinderbörse, die bereits zum fünften Mal von Susann Reinelt organisiert wurde, entwickelte sich zu einem wahren Publikumsmagneten. Das Besondere: Das Konzept stammt ursprünglich aus Sachsen und hat sich nun auch im Nordosten Deutschlands als großer Erfolg erwiesen.
Ein durchdachtes Modell ohne Feilschen
Susann Reinelt, die selbst Wahl-Uckermärkerin ist, brachte die Idee des großen Second-Hand-Marktes aus ihrer sächsischen Heimat mit. „Ich nenne es eher einen Basar“, erklärt sie. Nach ihrer Ankunft in der Region im Jahr 2017 stellte sie schnell fest: „Das fehlt hier.“ Gemeinsam mit einer Mitstreiterin startete sie zunächst drei Veranstaltungen in Templin, bevor sie nach der Geburt ihres fünften Kindes im Frühjahr 2023 das Konzept in Prenzlau etablierte.
Das Prinzip ist einfach und effizient: Interessierte können sich anmelden und ihre Sachen akribisch vorsortiert in Kisten abgeben. Jedes Teil wird mit Konfektionsgröße, Teilnehmernummer und Verkaufspreis beschriftet. Vor Ort werden die Artikel auf großen Tischen präsentiert. Bei einem Verkauf gehen 20 Prozent des Erlöses an das Organisationsteam, während der Rest beim Verkäufer bleibt. Alle Einnahmen fließen direkt in die Planung des nächsten Basars.
Vorteile für Verkäufer und Besucher
Die Vorteile dieses Modells liegen auf der Hand:
- Die Verkäufe erfolgen anonym, was Diskretion gewährleistet.
- Besucher können gezielt nach bestimmten Größen suchen, ohne von Stand zu Stand tingeln zu müssen.
- Feilschen ist tabu – ein fester Preis sorgt für Transparenz und Fairness.
- Wer bei der Vor- oder Nachbereitung hilft, erhält einen Rabatt auf seine Verkäufe.
Am Samstagvormittag zeigte sich, dass die meisten Besucher gezielt kamen, aber beim Stöbern oft zusätzliche Entdeckungen machten – sei es ein Spielzeug oder ein Kinderbuch. Während kleinere Artikel gut weggehen, gestaltet sich der Verkauf von größeren Gegenständen wie Kinderwagen oder Laufgittern noch etwas schwieriger.
Ein Tag voller Engagement und Gemeinschaft
Die Veranstaltung war nicht nur ein Second-Hand-Markt, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis. Draußen konnten die Kinder auf dem Spielplatz toben, während Regina Kunze und Pieter Wolters von der Stadtmission und dem Basecamp Eis, Kaffee und Kuchen anboten. Für sie markierte dieser Tag den Start in die Eiscafé-Saison – ab sofort öffnen sie jeden Samstag von 14 bis 16 Uhr.
„Auch für uns war dieser Tag wieder ein großer Erfolg. Wir hatten gute Gespräche und am Ende kein Stück Kuchen mehr“, freut sich Regina Kunze. Susann Reinelt lobt die beiden als „fantastische Gastgeber“, die freundlich, engagiert und hilfsbereit seien.
Ausblick und soziales Engagement
Erstmals mit dabei war der Verein Uckermark gegen Leukämie, der auf seine Arbeit und Typisierungsaktionen aufmerksam machte. Susann Reinelt betont: „Wir werden ihnen auf jeden Fall auch beim nächsten Mal eine Plattform geben.“ Der nächste Termin steht bereits fest: Am 5. September dreht sich wieder alles um die „Kleinen Stars“ im Basecamp Prenzlau.
Für Susann Reinelt und ihr Team war die Organisation zwar ein Kraftakt, aber einer, der sich gelohnt hat – nicht zuletzt dank der vielen zufriedenen Gesichter der Besucher. Wer beim nächsten Mal mitmachen möchte, kann sich per WhatsApp unter 0173 4922260 anmelden. Die Aktion „Kleine Stars“ ist auch auf Instagram und Facebook zu finden.



