Templin: Dialogreihe 'Meckern erlaubt' geht mit neuer Runde im Roten Rathaus weiter
Templin: 'Meckern erlaubt'-Dialog geht in nächste Runde

Templiner Dialogformat 'Meckern erlaubt' startet nächste Gesprächsrunde

Nach der erfolgreichen Premiere im März geht die besondere Dialogreihe in Templin nun in die nächste Runde. Die Veranstaltung mit dem charakteristischen Titel 'Meckern erlaubt. Zuhören erwünscht. Nachfragen erbeten' findet am Dienstag, den 24. März, von 19 bis 20.30 Uhr im sogenannten 'Roten Rathaus' in Hindenburg statt. Dieses Gemeindehaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum örtlichen Spielplatz und bietet den Rahmen für den fortgesetzten Meinungsaustausch.

Von der Kritik zur konstruktiven Lösungssuche

Die erste Veranstaltung dieser Reihe am 10. März im Gram-Saal auf dem Templiner Waldhof zeigte bereits deutlich, dass es in der Region verschiedene Themen gibt, die die Bürgerinnen und Bürger bewegen. „Der erste Termin zeigte: Es gibt einiges, was Unmut hervorruft“, erklärt Charlotte Biermann, Pressesprecherin der Stephanus-Stiftung, die das Projekt gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Templin organisiert.

In der initialen Runde diskutierten die Teilnehmer über verschiedene lokale Herausforderungen:

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  • Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
  • Verlässliche Verkehrsanbindungen
  • Fehlende Schwimmhalle für den Schulunterricht
  • Einschränkungen bei Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen

Doch die Veranstaltung ging über reine Kritikäußerung hinaus. „Vom Meckern hat die Runde auch den Übergang zum Möglichmachen geschafft“, so Biermann weiter. Die Teilnehmer tauschten sich darüber aus, welche Verbündeten, Betroffenen und Netzwerke notwendig sind, um konkrete Themen voranzutreiben, und entwickelten gemeinsam erste Lösungsansätze.

Prominente Gäste und offene Diskussionskultur

Als besonderer Gast konnte für die kommende Veranstaltung Carla Kniestedt gewonnen werden, die Präsidentin des Brandenburgischen Volkshochschulverbands e.V. Sie wird gemeinsam mit Veit Böhnke, Pfarrer aus Templin, und dem Erwachsenenbildner Carsten Ablass den Abend gestalten. Die Moderatoren werden Kniestedt im Laufe der Diskussion bitten, ihre Eindrücke von den Gesprächen zu schildern.

Was Carla Kniestedt zur Teilnahme bewegt hat? „Der Titel zunächst. 'Meckern erlaubt'. Ja, ist es. Und doch merke ich einen inneren Stachel, der fragt: und danach? Was kommt nach dem Meckern?“, erklärt sie ihre Motivation. „Oder ist es eher so, dass wir Probleme aussprechen wollen, viele Fragen stellen sollten, gemeinsam vielleicht sogar Antwortansätze finden? Und also vom 'nur' Meckern wegkommen?“

Ihre Neugier auf die Menschen vor Ort und der Wunsch, aus erster Hand zu erfahren, was sie bewegt, haben sie zur Teilnahme bewogen. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fortsetzung eines erfolgreichen Formats

Die Gesprächsreihe verfolgt das klare Ziel, Menschen mit unterschiedlichen, teilweise sogar entgegengesetzten Meinungen an einen Tisch zu bringen. Statt übereinander zu reden, soll miteinander gesprochen werden – mit der Möglichkeit, Probleme zu benennen, Verbesserungsvorschläge zu machen und gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen.

Die erste Veranstaltung im März war mit Dr. Jana Steinke, der kommissarischen Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg, bereits prominent besetzt. Die Fortsetzung dieser Dialogreihe unterstreicht den Bedarf an solchen offenen Gesprächsformaten in der Region und das Engagement der Organisatoren für eine lebendige Bürgerbeteiligung.

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