Trainerwechsel bei deutschen Biathletinnen: Neues Duo nach enttäuschendem Winter
Nach einem enttäuschenden Winter steht bei den deutschen Biathletinnen ein Führungswechsel an. Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland werden das Frauen-Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) verlassen. Dies bestätigte Sportdirektor Felix Bitterling nach dem letzten Rennen der Saison im ZDF.
Gründe für den Wechsel
Mehringer, der seit acht Jahren im Amt war, wird künftig eine andere „sehr wichtige Position“ im System des DSV übernehmen. Die genaue Definition dieser Rolle steht noch aus. Bei Röiseland, der seit 2022 für den Verband tätig ist, steht die Geburt des zweiten Kindes bevor. Bitterling erklärte: „Der Sverre ist eine überragende Persönlichkeit, ein toller Mensch, ein toller Trainer, aber derzeit passen das, was wir in unserem System benötigen und seine private Situation nicht so wirklich zusammen.“ Eine erneute Zusammenarbeit in ferner Zukunft sei jedoch nicht ausgeschlossen.
Herausforderungen für die Nachfolger
Über die konkrete Nachfolge machte Bitterling, der ebenfalls scheidet, noch keine Angaben. Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick äußerte klare Vorstellungen: „Es geht darum zu zeigen, für welche Stärken Deutschland steht und gleichzeitig aber auch Innovation reinzubringen.“ Sie betonte, dass potenzielle Kandidaten bereits Erfahrung mit Weltklasse-Athletinnen haben sollten, um diese an die Weltspitze zu führen.
Zudem müssten die neuen Trainer eine Verbindung zum Nachwuchs herstellen. Herrmann-Wick fügte hinzu: „Die Aufgabe ist nach der schwachen Saison echt komplex. Da braucht es Trainer mit Weitsicht, die den Menschen für sich sehen und die individuelle Entfaltung fördern können.“
Ausblick auf die kommende Saison
Der Wechsel markiert einen Neuanfang für das deutsche Biathlon-Team, das nach einer enttäuschenden Leistung im Winter 2025/2026 dringend neue Impulse benötigt. Die Suche nach einem geeigneten Trainer-Duo wird nun priorisiert, um die Athletinnen optimal auf die nächsten Wettkämpfe vorzubereiten.



