DHB-Sieg gegen Ägypten mit Schrecksekunde um Juri Knorr - Handballer starten Heim-WM-Mission
DHB-Sieg mit Schrecksekunde um Knorr - Heim-WM-Mission gestartet

Deutsche Handballer siegen knapp gegen Ägypten - Sorgen um Juri Knorr

Die deutschen Handballer haben ihre Mission Heim-WM mit einem zweiten Testspielsieg begonnen, doch die Freude wird durch eine Verletzung von Spielmacher Juri Knorr getrübt. Drei Tage nach dem durchwachsenen Auftritt in Dortmund setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason in Bremen mit 34:33 (19:13) gegen Afrikameister Ägypten durch.

Knorr-Verletzung überschattet Sieg

Bester Werfer war Julian Köster mit sechs Toren, doch die größte Sorge bereitete Regisseur Juri Knorr. Der 25-Jährige musste das Parkett bereits früh angeschlagen verlassen und verfolgte das Spielgeschehen weitgehend als Zuschauer. Coach Gislason bestätigte nach dem Spiel: „Der Spielmacher hat einen Pferdekuss erlitten und nach einer kurzen Rückkehr in der zweiten Halbzeit nichts mehr riskieren wollen.“

Knorr schien sich am Bein verletzt zu haben, wurde behandelt und verzog während der Behandlung immer wieder sein Gesicht. In den ersten zehn Minuten hatte er noch drei Tore erzielt, bevor er den Rest der Halbzeit von der Seitenlinie aus beobachten musste.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zweite Halbzeit mit Schwächen

Bundestrainer Gislason zeigte sich nur mit der ersten Spielhälfte wirklich zufrieden: „Da war die Abwehr überragend, der Angriff war auch gut. Dann verlieren wir ein bisschen den Faden, die vielen Zeitstrafen haben uns nicht gerade geholfen.“

In der Abwehr harmonierten Matthes Langhoff und Tom Kiesler im Zusammenspiel mit Torhüter David Späth, dank dessen Paraden die deutsche Führung auf sechs Tore (19:13) anwuchs. Nach dem Wechsel schrumpfte der deutsche Vorsprung jedoch innerhalb von drei Minuten auf 20:17.

Torhüter David Späth analysierte kritisch: „Die zweite Halbzeit war bitter, wir machen zu viele Fehler und Ägypten bestraft uns. In der Form darf uns das nicht passieren.“

Personalprobleme und kommende Herausforderungen

Die deutsche Mannschaft musste bereits ohne Rückraumspieler Marko Grgic (Infekt) und Timo Kastening antreten, der aus privaten Gründen kurzfristig abgereist war. Dennoch knüpfte der Gastgeber nahtlos an seine Offensiv-Gala vom vorherigen Donnerstag an.

Die Aufgaben für die DHB-Auswahl werden nun anspruchsvoller: Im Mai stehen zwei Testspiele gegen Weltmeister Dänemark auf dem Programm. Am 15. Mai gastiert Deutschland in Kopenhagen, zwei Tage später folgt das Rückspiel in Köln.

WM-Vorfreude und Zukunftsfragen

Weiterer Höhepunkt des Sommers ist für den DHB am 10. Juni die Auslosung der Vorrundengruppen für die Heim-WM im Januar. Deutschland startet seine Gold-Mission in München, bevor zur Hauptrunde der Umzug nach Köln folgt.

Nach der Weltmeisterschaft läuft der Vertrag von Bundestrainer Alfred Gislason aus. Der Isländer hat bereits signalisiert, dass er weitermachen möchte, doch die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Miro Schluroff, der im März 2025 sein Debüt im DHB-Team gab und mit seinen Hochgeschwindigkeitswürfen aus dem Rückraum erfolgreich war, erklärte die Zitterpartie gegen Ägypten: „Uns hat da ein bisschen die Power gefehlt, wir hatten auch ein paar Angeschlagene.“

Trotz der fehlerhaften Schlussphase und der Sorgen um Juri Knorr konnte Deutschland den knappen Sieg dank Lukas Mertens und weiteren Paraden von Torhüter Späth ins Ziel retten. Die Vorfreude der Fans auf die Heim-WM bleibt ungebrochen, doch die Verletzung des Spielmachers wirft erste Fragen für die anstehenden Herausforderungen auf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration