Volleyball-Krise in Malchow: Neuer Verein VfB Malchow spaltet Sportgemeinschaft
Volleyball-Krise in Malchow: Neuer Verein spaltet Sportgemeinschaft

Volleyball-Krise in Malchow: Neuer Verein VfB Malchow spaltet Sportgemeinschaft

In der idyllischen Inselstadt Malchow brodelt es unter der Oberfläche des Sportlebens. Während der Malchower SV 90 traditionell als größter Sportverein der Stadt mit Abteilungen von Eishockey über Handball bis Fußball fungiert, hat nun eine Abspaltung die Volleyball-Gemeinschaft erschüttert. Die Gründung des neuen Vereins für Bewegungsspiele (VfB) Malchow hat zu erheblichen Verwerfungen geführt, die den Fortbestand der Volleyball-Aktivitäten beim etablierten MSV infrage stellen.

Vorstand des MSV 90 geht in die Offensive

Der Vorstand des Malchower SV 90 sah sich gezwungen, die angespannte Situation öffentlich zu machen. In einer Erklärung in sozialen Netzwerken teilte der Verein mit: „Die derzeitige Obfrau der Abteilung Volleyball hat uns darüber informiert, dass sie zum 31. März aus dem Malchower Sportverein austreten und einen eigenen Sportverein gründen möchte.“ Zwar respektiere man diese Entscheidung, bedauere sie jedoch zutiefst. Gleichzeitig betonte der Vorstand entschlossen: „Die Abteilung Volleyball bleibt ein fester Bestandteil des MSV. Wir werden die Abteilung nicht auflösen und nicht abgeben, sondern sie neu, transparent und strukturiert aufbauen.“

Abteilungsleiterin Stephanie Schneider widerspricht der Darstellung

Die im Fokus stehende Abteilungsleiterin Stephanie Schneider korrigiert jedoch die Darstellung des MSV-Vorstands. „Ich würde das niemals im Alleingang initiieren“, betont Schneider im Gespräch. Stattdessen sei die Entscheidung in der gesamten Abteilung diskutiert worden. „Der Volleyballsport hat ja insgesamt international und durch die Schweriner oder auch Neustrelitzer Bundesliga-Erfolge an Bedeutung gewonnen. Und da ist ein großer Mehrspartenverein, bei dem der Fußball im Vordergrund steht, wie es beim Malchower SV 90 nun einmal so ist, vielleicht nicht mehr ganz das Richtige“, erklärt sie ihre Motivation.

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Trainer-Exodus erschwert die Situation für den MSV

Die Konsequenzen der Vereinsgründung sind bereits deutlich spürbar. Stephanie Schneider verrät: „Nicht nur ich habe fristgerecht beim Malchower SV die Mitgliedschaft gekündigt, sondern auch alle bisherigen Volleyball-Trainer.“ Dieser massenhafte Abgang stellt den MSV vor enorme Herausforderungen, denn ab dem 1. April droht der Trainingsbetrieb zusammenzubrechen. Besonders schmerzlich ist der Verlust von Stephanie Schneider, die erst vor einem Jahr die Nachfolge des langjährigen Abteilungsleiters Jürgen Hagen angetreten hatte – einem „Urgestein“, dem die positive Mitgliederentwicklung maßgeblich zu verdanken ist.

MSV sucht dringend neue Verantwortliche

Angesichts des drohenden Personalmangels wirbt der MSV-Vorstand nun intensiv um neue Mitstreiter. Gesucht werden engagierte Personen, „die sich vorstellen können, Verantwortung zu übernehmen oder zu unterstützen – sei es organisatorisch, sportlich oder im Trainerbereich“. Das erklärte Ziel bleibt, den laufenden Ligabetrieb in allen gemeldeten Spielklassen aufrechtzuerhalten und möglichst viele bestehende Mitglieder zu halten.

Zwei Vereine, eine ungewisse Zukunft

Während der VfB Malchow bereits gegründet ist und nur noch auf seine Eintragung wartet, steht der MSV vor der schwierigen Aufgabe, seine Volleyball-Abteilung neu aufzustellen. Die Konkurrenzsituation könnte sich zwar belebend auf das Sportgeschehen auswirken, doch zunächst müssen beide Vereine beweisen, dass sie den Erwartungen ihrer Mitglieder gerecht werden können. In einem großen Mehrspartenverein wie dem MSV, wo die Fußballabteilung oft als „Platzhirsch“ gilt, ist dies stets eine Herausforderung. Die Sportgemeinschaft Malchow blickt nun gespannt auf die Entwicklungen ab April und wünscht beiden Vereinen gleichermaßen Erfolg für die Zukunft.

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