Historischer Bahnhof Gotha erhält Millionen-Förderung für umfassende Sanierung
Der Bahnhof in Gotha, einst ein prachtvolles Gebäude der Residenzstadt, steht vor einer umfassenden Modernisierung. Nach schweren Bombenschäden im Zweiteniten Weltkrieg und jahrzehntelang aufgelaufenem Sanierungsbedarf gibt es nun konkrete Pläne für eine Renovierung im Gesamtumfang von 21 Millionen Euro.
13 Millionen Euro aus EU- und Städtebauförderung
Davon stammen 13 Millionen Euro aus einem Förderprogramm der Europäischen Union sowie aus Mitteln der Städtebauförderung. Den entsprechenden Förderbescheid übergaben Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) und Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) an Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD).
Das Projekt zielt darauf ab, die Station attraktiver für Einwohner, Pendler und Touristen zu gestalten. Geplant sind unter anderem:
- Barrierefreie Zugänge im gesamten Bereich
- Eine moderne Fahrradstation für Pendler
- Ein zentraler Servicebereich mit Wartezone
- Gastronomie- und Co-Working-Flächen
Verbindung von historischer Substanz und zeitgemäßer Architektur
Das Bahnhofsgebäude, das 1848 errichtet wurde, soll seine historische Bausubstanz behalten, jedoch mit zeitgemäßer Architektur kombiniert werden. Nach schweren Kriegsschäden wurde nur ein Teil des Gebäudes erhalten und über Jahrzehnte weiter genutzt. Seit 2021 befindet sich das Gebäude im Besitz der kommunalen Baugesellschaft Gotha.
Im Zuge der Sanierung sind auch energieeffiziente Neubauten, Photovoltaikanlagen, Gründächer und umfassende Barrierefreiheit vorgesehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende 2029 abgeschlossen sein.
Wichtige Verkehrsdrehscheibe in Thüringen
Der Bahnhof Gotha liegt an der bedeutenden Ost-West-Verbindung Richtung Frankfurt am Main und dient als Start- und Endpunkt der Thüringer Waldbahn. Diese Sanierung soll nicht nur das Gebäude selbst aufwerten, sondern auch die gesamte Verkehrsinfrastruktur in der Region stärken.



