Massive Investitionen: 263 Millionen Euro für Straßennetz in Mecklenburg-Vorpommern
Bund und Land greifen in diesem Jahr deutlich tiefer in die Tasche als noch 2025. Für das Straßennetz in Mecklenburg-Vorpommern stehen 2026 insgesamt 263 Millionen Euro zur Verfügung. Das gab Wirtschafts- und Infrastrukturminister Wolfgang Blank, der parteilos ist, auf der Landespressekonferenz bekannt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine erhebliche Steigerung. 2025 investierten Bund und Land lediglich 159,6 Millionen Euro in Straßenbaumaßnahmen im Nordosten. Somit fließen in diesem Jahr rund 103 Millionen Euro mehr in die Verkehrsinfrastruktur.
Verteilung der Mittel und konkrete Schwerpunkte
Von der Gesamtsumme sind etwa 182 Millionen Euro für Erhaltungs- und Neubaumaßnahmen auf Bundesstraßen vorgesehen. Weitere 81 Millionen Euro entfallen auf Landesstraßen. Minister Blank nannte drei klare Schwerpunkte für die Verwendung der Gelder:
- Der Erhalt bestehender Straßen und Brücken steht im Vordergrund.
- Drei große Neubauvorhaben werden umgesetzt: die Ortsumgehungen Wolgast, Mirow und Dargun.
- Die Verkehrssicherheit soll durch den Bau neuer Radwege an Bundes- und Landesstraßen verbessert werden.
„Mit den Ortsumgehungen Mirow und Dargun sowie der Peenebrücke bei Wolgast setzen wir nun drei zentrale Neubauprojekte um, die den städtischen Verkehr spürbar entlasten und attraktive Verkehrswege schaffen, von denen sowohl die Menschen vor Ort als auch die Gäste in unserem Land nachhaltig profitieren“, erklärte Blank.
Größtes Bauprojekt: Die Ortsumgehung Wolgast
Auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Mecklenburg-Vorpommern laufen derzeit Dutzende Baumaßnahmen. Die Bauzeiten reichen dabei von einigen Wochen bis Ende des Jahres 2030, wie aus den aktuellen Baustellenlisten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr hervorgeht. Das mit Abstand größte Projekt ist die Ortsumgehung Wolgast.
Dort soll eine 6,8 Kilometer lange Umgehungsstraße die Bevölkerung in Wolgast von dem starken Durchgangsverkehr entlasten, der insbesondere in den Sommermonaten auf und von der Urlaubsinsel Usedom rollt. Der Verkehr wird dazu auf der Bundesstraße 111 südöstlich um die Stadt Wolgast herumgeführt. Das Herzstück dieser bereits im Bau befindlichen Ortsumgehung, die insgesamt rund 500 Millionen Euro kosten wird, ist die neue Peenebrücke.
Der Bund gab die Mittel für den Neubau dieser Brücke bereits im November des vergangenen Jahres frei. Der Auftrag für den 421 Millionen Euro teuren Neubau wurde vergeben. In das Straßennetz in Mecklenburg-Vorpommern investieren Bund und Land jährlich dreistellige Millionenbeträge – ein kontinuierlicher Einsatz für Erhalt, Neubau und Sanierung der Verkehrswege im Nordosten Deutschlands.



