408 Stützen stützen marode Agrar-Brücke bei Leipzig - Verkehrsumleitung ab Freitag
408 Stützen sichern marode Agrar-Brücke bei Leipzig

408 Stützen sichern marode Agrar-Brücke bei Leipzig - Bauarbeiten schreiten voran

Die Arbeiten an der maroden Agrar-Brücke südlich von Leipzig nehmen Fahrt auf. Ab diesem Freitag wird der gesamte Verkehr auf den östlichen Brückenzug verlegt, wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in einer aktuellen Mitteilung bekannt gab. Diese Maßnahme ist Teil umfangreicher Sanierungsarbeiten, die die Standsicherheit der Brücke gewährleisten sollen.

Spezielle Stützkonstruktion mit 408 Stützen errichtet

Für die neue Streckenführung wurde eine besondere Stützkonstruktion errichtet. Innerhalb kurzer Zeit kamen 408 Stützen zum Einsatz, die die Last der Brücke von unten zusätzlich tragen und so die Standsicherheit sicherstellen. Die Brücke wurde dabei schrittweise auf die neuen Stützen gesetzt, ein aufwendiger Prozess, der Präzision erforderte.

Die Gesamtkosten für diese Vorarbeiten beliefen sich früheren Angaben zufolge auf rund 2,2 Millionen Euro. Der westliche Brückenzug bleibt bis auf weiteres gesperrt, um Platz für die kommenden Abbrucharbeiten zu schaffen.

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Abriss und Neubau bis 2031 geplant

Nach der aktuellen Planung soll ab 2027 zunächst der westliche Brückenzug abgerissen und erneuert werden. Ab 2029 folgt dann der östliche Teil. Bis 2031 soll der komplette Neubau fertiggestellt sein. Das Infrastrukturministerium hat die Gesamtkosten auf etwa 50 Millionen Euro beziffert, die vollständig vom Bund getragen werden.

Über die Brücke führt die Bundesstraße 2, eine wichtige Verkehrsader in der Region. Die Sanierung ist daher von großer Bedeutung für die lokale und überregionale Mobilität.

Historischer Hintergrund und aktuelle Einschränkungen

Die Agrar-Brücke wurde im Jahr 1976 erbaut und enthält sogenannten Hennigsdorfer Spannstahl. Dieses Material wurde auch bei der eingestürzten Carolabrücke in Dresden verwendet, was die Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahmen unterstreicht.

Um das Bauwerk zu entlasten, dürfen seit Mitte November nur noch Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen die Brücke passieren. Laut Angaben des Ministeriums nutzen täglich rund 30.000 Fahrzeuge die Strecke, was die Herausforderungen der Verkehrsumleitung verdeutlicht.

Die laufenden Arbeiten markieren einen wichtigen Schritt zur langfristigen Sicherung dieser kritischen Infrastruktur. Die Behörden betonen, dass alle Maßnahmen darauf abzielen, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und einen reibungslosen Ablauf während der Bauphase zu ermöglichen.

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