8.000 Unterschriften für bessere Bahnanbindung zwischen Leipzig und Chemnitz
Wirtschaft und Pendler warten seit Jahren auf eine Verbesserung der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz, die weiterhin ein Engpass bleibt. Eine Petition mit rund 8.000 Unterschriften will nun endlich Fortschritte erzielen und hat diese an den Landtagspräsidenten Alexander Dierks (CDU) übergeben.
Forderungen nach Elektrifizierung und zweigleisigem Ausbau
Die Unterzeichner der Petition, darunter Industrie- und Handelskammern (IHK) in beiden Großstädten, fordern vom Landtag, ausreichend Mittel bereitzustellen, um die Planung der Elektrifizierung und den weitestgehend zweigleisigen Ausbau der Strecke fortzusetzen. Die rund 8.000 Unterstützer sehen starke Einschränkungen im Personenverkehr, bei den Fernverkehrsanschlüssen und dem Gütertransport in der Region Chemnitz.
„Die große Resonanz zeigt deutlich: Der Ausbau der Strecke Chemnitz-Leipzig ist für die Menschen und Unternehmen in der Region von zentraler Bedeutung“, sagte Max Jankowsky, Präsident der IHK Chemnitz. Man erwarte, dass dieses Signal berücksichtigt werde. „Die Geduld der Wirtschaft ist erschöpft.“
Verzögerungen und unklare Zeitpläne
Seit Langem wird gefordert, die bisher eingleisige und nicht elektrifizierte Strecke zwischen beiden Großstädten auszubauen. Nach jüngsten Aussagen des Infrastrukturministeriums lassen die Arbeiten aber noch Jahre auf sich warten. Für den Südabschnitt Geithain-Chemnitz sollen die Arbeiten nach aktuellen Plänen 2032 beginnen und bis 2035 dauern. Der Zeitplan für den Nordabschnitt bis Leipzig ist noch völlig unklar, da die genauen Planungen ausstehen.
Aus Sicht der Industrie- und Handelskammern ist die Strecke zentral für Fachkräftemobilität und wirtschaftliche Entwicklung. Die jüngst bekanntgewordenen Verzögerungen und Überlegungen zu reduzierten Ausbauvarianten würden für Verunsicherung in der Wirtschaft sorgen. Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig, bezeichnete es als Armutszeugnis, dass trotz vehementer Forderungen der Wirtschaft der Ausbau und die Elektrifizierung nicht vorwärtsgingen.
Die Petition unterstreicht die Dringlichkeit der Angelegenheit und betont, dass die Region auf eine moderne und leistungsfähige Bahninfrastruktur angewiesen ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den steigenden Verkehrsanforderungen gerecht zu werden.



