A14-Ausbau bei Wittenberge schreitet voran - Karstädt-Abschnitt erst 2032 fertig
A14-Ausbau: Karstädt-Abschnitt erst 2032 fertig

A14-Ausbau bei Wittenberge: Teilabschnitt bald befahrbar, Karstädt muss bis 2032 warten

Der Bau der Autobahn A14 zwischen Seehausen in Sachsen-Anhalt und Wittenberge in Brandenburg schreitet kontinuierlich voran. Nach Angaben der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) soll die Fahrbahn in Richtung Schwerin bereits Ende August einspurig für den Verkehr freigegeben werden. Ralf-Peter Regner, Baubevollmächtigter der Deges, bestätigte diesen Zeitplan bei einem aktuellen Ortstermin mit Journalisten.

Fortschritte auf der neuen Elbbrücke und im Streckenverlauf

Auf der über einen Kilometer langen neuen Elbbrücke bei Wittenberge laufen derzeit umfangreiche Arbeiten. Laut Deges-Pressesprecher Lutz Günther werden aktuell Multifunktionswände montiert, Abdichtungsarbeiten durchgeführt und die Kappen auf der Strombrücke betoniert. Zusätzlich wurden bereits die Fahrbahnübergangskonstruktionen an beiden Enden der Brücke installiert.

Im weiteren Verlauf der Strecke finden derzeit Erdbauarbeiten statt, um vorhandene Lücken im Fahrbahndamm zu schließen. Parallel dazu laufen Oberbau- und Asphaltarbeiten sowie die Herstellung von Schutzwänden gegen Lärm, Irritation und Kollisionen. Bevor die ersten Fahrzeuge diesen Abschnitt nutzen können, müssen noch Markierungsarbeiten abgeschlossen, Verkehrsschilder aufgestellt und Fahrzeugrückhaltesysteme installiert werden.

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„Nachdem im Januar und Februar aufgrund der Witterungsverhältnisse nur eingeschränkt gearbeitet werden konnte, laufen die Arbeiten derzeit im gesamten Abschnitt wieder mit hoher Intensität“, erklärte Günther. Trotz des schneereichen Winters seien keine Verzögerungen entstanden, wie auch Baubevollmächtigter Regner bestätigte.

Lösung für Anwohner in der nördlichen Altmark

Für die Bewohner der nördlichen Altmark rund um Geestgottberg, Wahrenberg und Beuster gibt es eine positive Entwicklung. Das Infrastrukturministerium Sachsen-Anhalt teilte mit, dass im Zuge des geplanten Ersatzneubaus der alten Elbbrücke entlang der B189 eine temporäre Behelfszufahrt eingerichtet wird. Damit entfallen für viele Anwohner die befürchteten langen Umwege zur Auffahrt Seehausen-Nord.

Während der Übergangszeit wird der etwa elf Kilometer lange Abschnitt zwischen Seehausen und Wittenberge nicht als Autobahn, sondern vorübergehend als Bundesstraße ausgewiesen. Die endgültige Fertigstellung dieses Autobahnabschnitts ist laut Regner bis Ende 2027 geplant.

Karstädt-Abschnitt durch Bahnsperrungen verzögert

Während der Abschnitt bis Wittenberge zügig vorankommt, müssen sich alle auf den fehlenden Teil der A14 von Wittenberge bis Karstädt noch gedulden. Laut einer aktuellen Ausschreibung der Deges ist die Verkehrsfreigabe für diesen Bauabschnitt erst für Ende 2032 vorgesehen.

Die mehr als sechsjährige Wartezeit hat wesentlich mit aktuellen Bahnsperrungen zu tun. Auf diesem Abschnitt sind Brückenbauarbeiten für einen Grünbrückenzug und einen Faunabrückenzug über die Bahnstrecke Hamburg-Berlin erforderlich. „Wesentliche Arbeiten an den Überbauten könnten nur ausgeführt werden, wenn die Strecke für einen bestimmten Zeitraum vollständig gesperrt werde“, erläuterte Pressesprecher Günther.

Problematisch ist dabei ein fünfjähriges Bauverbot auf diesem Hochleistungskorridor der DB InfraGO AG nach Abschluss der laufenden Generalsanierung. Diese Sanierung sollte ursprünglich im April 2026 beendet werden, wurde jedoch kürzlich bis Mitte Mai verlängert.

„Weitere Beantragungen für Sperrpausen können daher erst ab Mitte 2031 mit einer Genehmigung rechnen“, so Günther. Dieser Zusammenhang zwischen dem Ende der aktuellen Sperrpause und dem Bau der beiden Brückenzüge müsse bei der Terminfindung zwingend berücksichtigt werden. Die in der Ausschreibung genannten Termine seien zwar vorsorglich weit gefasst, aber „eine frühere Umsetzung der Bauwerke wird angestrebt“.

Parallel zu diesen Planungen laufen bereits zahlreiche Arbeiten entlang der B189 in Wittenberge. Neben der Fertigstellung der Autobahnauffahrt entsteht ein weiterer Kreisverkehr auf Höhe des Krähenstückenwegs mit Anbindung an das Gewerbegebiet Nord.

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