Eine Großkontrolle der Polizei am Donnerstag auf der A20 bei Satow im Landkreis Rostock hat ein bemerkenswertes Nebenergebnis geliefert: Rund 20 Prozent aller Kraftfahrer halten sich nicht an die reduzierte Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Über sechs Stunden hinweg überprüften mehr als 40 Beamte am Rastplatz Quellental die Fahrtüchtigkeit von Autofahrern.
Hauptaugenmerk auf Alkohol und Drogen
Die Kontrolle zielte primär auf Alkohol, Drogen und andere berauschende Mittel ab. Doch für die Sicherheit der Beamten war die Geschwindigkeit vor der Kontrollstelle auf 60 km/h begrenzt worden. Genau dagegen verstießen zahlreiche Fahrer.
Insgesamt wurden 650 zu schnelle Fahrzeugführer erfasst, was einem Fünftel der rund 3000 vorbeifahrenden Fahrzeuge entspricht. Die Hälfte dieser 650 Fahrer war mehr als 21 km/h zu schnell, also mit über 81 km/h unterwegs. Sie müssen mit Bußgeldern rechnen. In 21 Fällen droht ein Fahrverbot, das ab einer Überschreitung von mehr als 25 km/h verhängt wird.
Extremfall: 124 km/h statt 60 km/h
Der schnellste Fahrer wurde mit 124 km/h gemessen – mehr als doppelt so schnell wie erlaubt. Ihn erwarten ein Bußgeld von 700 Euro, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei.
Beim eigentlichen Kontrollzweck wurden nur drei Verstöße wegen alkohol- oder drogenbedingter Fahruntüchtigkeit festgestellt. Zudem war bei vier Lastwagen und Kleintransportern die Ladung falsch gesichert. Ein 42-jähriger polnischer Fahrer wurde mit 2,1 Promille Atemalkohol gestoppt und musste seinen BMW stehenlassen. Gegen ihn wird ermittelt.



