Erfolgreichste Blitzerstelle in Dessau-Roßlau: A9-Kontrolle registriert über 200 km/h
Die bekannteste und erfolgreichste Blitzerstelle in Dessau-Roßlau hat am vergangenen Wochenende erneut bewiesen, warum sie zu den am häufigsten genutzten Kontrollpunkten der Region gehört. Der Zentrale Verkehrs- und Autobahndienst in Dessau hatte seine mobile Geschwindigkeitsmessanlage auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Vockerode und Dessau-Ost in Fahrtrichtung München positioniert.
Gefährliche Stelle mit langer Kontrollhistorie
Diese spezielle Streckenführung gilt aufgrund einer leichten Kurve und der unmittelbar folgenden Abfahrt in Dessau-Ost als besonders unfallträchtig. Seit vielen Jahren wird dieser Abschnitt regelmäßig von den Verkehrsbehörden überwacht, wobei die Kontrollen im Verkehrsfunk stets angekündigt werden. Dennoch scheinen viele Autofahrer die Warnungen zu ignorieren oder die Gefahrenstelle zu unterschätzen.
Zahlen vom Wochenende: Hunderte Verstöße registriert
Am Sonnabend passierten insgesamt 7.526 Fahrzeuge die Messstelle. Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h wurden 118 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Der schnellste Fahrer an diesem Tag wurde mit 175 km/h geblitzt.
Am Sonntag zeigte sich ein ähnliches Bild: 6.233 Fahrzeuge wurden gemessen, wobei 115 Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung registriert wurden. Besonders alarmierend war jedoch die Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h, die an diesem Tag gemessen wurde.
Schwere Konsequenzen für Raser
Dem Fahrer, der mit 208 km/h auf der A9 unterwegs war, drohen nun erhebliche rechtliche Konsequenzen:
- Ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro
- Zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg
- Ein dreimonatiges Fahrverbot
Diese Sanktionen verdeutlichen, wie ernst die Behörden Geschwindigkeitsverstöße auf Autobahnen nehmen, insbesondere wenn sie in einem als gefährlich eingestuften Abschnitt erfolgen.
Warum die Stelle so erfolgreich ist
Die Kombination aus mehreren Faktoren macht diese Blitzerstelle zu einer der effektivsten in der Region:
- Die leichte Kurve verleitet einige Fahrer dazu, ihre Geschwindigkeit nicht rechtzeitig zu reduzieren
- Die nahende Abfahrt Dessau-Ost führt zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und komplexeren Fahrmanövern
- Die lange Historie der Kontrollen an dieser Stelle zeigt, dass das Problem nach wie vor besteht
- Trotz regelmäßiger Ankündigungen im Verkehrsfunk werden weiterhin zahlreiche Verstöße registriert
Die Verkehrsbehörden betonen, dass solche Kontrollen nicht primär der Einnahmenerzielung dienen, sondern der Verkehrssicherheit. Besonders auf stark frequentierten Autobahnabschnitten wie der A9 zwischen Vockerode und Dessau-Ost können überhöhte Geschwindigkeiten zu schweren Unfällen führen.
Die Zahlen des vergangenen Wochenendes zeigen deutlich, dass trotz aller Warnungen und Kontrollen weiterhin ein erhebliches Problem mit Rasern auf dieser Strecke besteht. Die Behörden kündigten an, ihre Überwachungsmaßnahmen an dieser und anderen neuralgischen Punkten des Autobahnnetzes fortzusetzen und gegebenenfalls zu intensivieren.



