Autofahren in Deutschland wird immer teurer
Die Kosten für das Autofahren in Deutschland sind im März überdurchschnittlich stark gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt verteuerten sich Waren und Dienstleistungen rund ums Auto um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die allgemeinen Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum nur um 2,7 Prozent zu.
Spritpreise explodieren durch Ölpreisschock
Besonders deutlich wurde die Preissteigerung an der Zapfsäule spürbar. Der Ölpreisschock infolge des Krieges im Nahen Osten trieb die Kraftstoffpreise in die Höhe. Diesel kostete im März 29,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Superbenzin war 17,3 Prozent teurer. Insgesamt stiegen die Spritpreise um 20 Prozent.
Reparaturen und Versicherungen werden teurer
Nicht nur der Treibstoff verteuerte sich. Auch andere Kostenpositionen zogen an:
- Reparaturen und Inspektionen: plus 4,1 Prozent
- Kfz-Versicherungen: plus 1,4 Prozent
Langfristiger Trend: Autokosten steigen stärker als Inflation
Der jüngste Preissprung ist kein Einzelfall. Im langjährigen Vergleich zeigt sich ein deutlicher Trend: Seit 2020 haben sich die Kosten für Autofahren überdurchschnittlich verteuert. Während die allgemeinen Verbraucherpreise um 21,9 Prozent stiegen, legten die Preise für automobilspezifische Waren und Dienstleistungen um 31,2 Prozent zu.
Besonders stark verteuerten sich in diesem Zeitraum:
- Kraftfahrzeugversicherungen: plus 63,0 Prozent
- Gebrauchtwagen: plus 45,3 Prozent
- Fahrschule und Führerscheingebühr: plus 42,7 Prozent
- Kraftstoffe: plus 37,5 Prozent
- Reparaturen: plus 34,5 Prozent
Öffentlicher Nahverkehr ebenfalls teurer
Nicht nur das Autofahren, auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verteuerte sich im März überdurchschnittlich. Die Preise für ÖPNV-Tickets stiegen um 6,2 Prozent, was vor allem auf die Preiserhöhung beim Deutschlandticket zurückzuführen ist. Seit diesem Jahr kostet das bundesweite Ticket 63 Euro monatlich - 5 Euro mehr als zuvor.
Mittelfristig profitieren Bus- und Bahnfahrer jedoch vom Deutschlandticket, das seit Mai 2023 verfügbar ist. Die Preise für kombinierte Tickets für Bahn und Bus waren 2025 um 18 Prozent niedriger als 2020.
Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Die Mobilitätskosten in Deutschland steigen kontinuierlich und belasten die Haushaltskassen der Verbraucherinnen und Verbraucher.



