Vollsperrung der Bundesstraße 192: Pendler müssen Umwege in Kauf nehmen
Hinter dem Ortsausgangsschild von Waren in Richtung Neubrandenburg wird es demnächst kein Durchkommen mehr geben. Die Bundesstraße 192 wird zwischen Waren und Neu Schloen auf einer Länge von knapp fünf Kilometern vollständig gesperrt und grundlegend saniert. Diese Maßnahme betrifft zahlreiche Pendler und Anwohner, die sich auf erhebliche Verkehrseinschränkungen einstellen müssen.
Zeitplan und Umleitungsstrecken
Die Bauarbeiten beginnen bereits am Montag, dem 20. April 2026, mit Vorarbeiten unter halbseitiger Sperrung. Ab dem 27. April folgt dann die komplette Vollsperrung des Abschnitts, die voraussichtlich bis zum 6. Juni andauern wird. Das Straßenbauamt Neustrelitz weist darauf hin, dass der Zeitplan witterungsabhängig sein könnte und sich daher noch ändern kann.
Für den Durchgangsverkehr wird eine offizielle Umleitung eingerichtet, die über Faulenrost und Jürgenstorf führt. Diese Strecke führt die Fahrzeuge schließlich wieder zurück zur B192. Direkt betroffene Anlieger werden per Post über die genauen Regelungen informiert, während das Bauunternehmen individuelle Lösungen für die Zufahrten im Baufeldbereich zusichert.
Ausnahmeregelung für den Schulbusverkehr
Eine besondere Ausnahme gilt für den Schulbusverkehr: Diese Fahrzeuge dürfen den gesperrten Bereich bis spätestens 8 Uhr morgens passieren. Diese Sondergenehmigung soll sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler pünktlich ihre Schulen erreichen können. Nach Abschluss der Hauptarbeiten, wenn der neue Asphalt bereits eingebaut ist, werden Restarbeiten als Tagesbaustellen durchgeführt. In dieser Phase wird der Verkehr dann per Ampelregelung halbseitig am Baufeld vorbeigeführt.
Gründe für die Sanierung und Investitionen
Die Notwendigkeit der Sanierung begründet das Straßenbauamt mit erheblichen Schäden an der Fahrbahn. Unebenheiten, zahlreiche Flickstellen und fortschreitende Risse haben dazu geführt, dass die Straße das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat. Für die Fräs- und Asphaltarbeiten reicht die Straßenbreite nicht aus, um eine halbseitige Sperrung zu ermöglichen – daher die vollständige Sperrung aus Sicherheitsgründen für Arbeiter und Verkehrsteilnehmer.
Die Bauarbeiten werden von den Unternehmen Strabag aus Neubrandenburg und Fersemota aus Waren durchgeführt. Der Bund investiert nach Angaben des Straßenbauamts etwa 1,6 Millionen Euro in diese Fahrbahnerneuerung. Diese Investition dient dem Erhalt der wichtigen Verkehrsinfrastruktur in der Region.
Historischer Kontext und offene Fragen
Bereits in den Vorjahren wurden längere Abschnitte der B192 zwischen Möllenhagen und Penzlin sowie zwischen Penzlin und Neubrandenburg saniert. Die aktuelle Baustelle setzt diese Sanierungsarbeiten fort. Noch ungeklärt ist, ob die Baustelle an Wochenenden mit Feiertagen geöffnet werden kann. Besonders relevant ist diese Frage, da sowohl der 1. Mai, Christi Himmelfahrt als auch Pfingsten in die Phase der Vollsperrung fallen.
Das Straßenbauamt Neustrelitz bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und empfiehlt eine frühzeitige und angepasste Reiseplanung. Die Behörde betont, dass diese Sanierung langfristig der Sicherheit und dem Komfort aller Verkehrsteilnehmer dient.



