München – Der FC Bayern plant offenbar einen echten Transfer-Coup: Wie Sportdirektor Christoph Freund (48) am Freitagvormittag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel in Wolfsburg bestätigte, befindet sich das georgische Juwel Tornike Kvaratskhelia (16) – der kleine Bruder von PSG-Superstar Khvicha Kvaratskhelia (25) – derzeit am Bayern-Campus im Probetraining.
Freund bestätigt Test von Kvaratskhelia-Bruder
Auf Nachfrage der Bild-Zeitung erklärte Freund: „Ich kann bestätigen, dass der Junge da ist – der Bruder. Er hat mittrainiert und ein Freundschaftsspiel gemacht. Er ist ein junger Bursche, hat Talent. Ob er so gut ist wie sein Bruder, der herausragend ist, ein Weltklassespieler, das wäre jetzt zu viel des Guten zu sagen. Aber er ist ein talentierter junger Spieler. Wir werden sehen, wie es da weitergeht.“
Tornike überzeugt im Testspiel
Tornike, der aktuell bei seinem Heimatklub Dinamo Tiflis unter Vertrag steht, wird eine große Zukunft vorausgesagt – ebenfalls als Linksaußen, wie sein großer Bruder. Der Super-Georgier Khvicha (49 Länderspiele, 22 Tore) hatte gegen die Bayern im Halbfinal-Hinspiel der Champions League in Paris beim 5:4 einen Doppelpack erzielt und im Rückspiel mit einer Weltklasse-Vorarbeit das Führungstor (3. Minute) beim 1:1 eingeleitet. In beiden Partien bekam er die Note 1.
Der kleine „Kvaradona“, wie die Neapel-Fans den großen Bruder nach seinen drei Jahren dort in Anlehnung an Diego Maradona nennen, ist momentan in München. Laut der „tz“ spielte er am Dienstag in der U17 des FC Bayern. Beim 3:1 in einem internen Testspiel gegen die Global Academy von Klub-Legende Klaus Augenthaler (68) erzielte Tornike einen sehenswerten Treffer. Die Scouting-Abteilung sah ein technisch versiertes Talent, das körperlich und von der Intensität noch zulegen kann. Generell hinterließ der Khvicha-Bruder einen guten Eindruck.
Wechsel erst 2028 möglich?
Problem: Bis zu seinem 18. Geburtstag darf Tornike noch nicht nach München wechseln, da er als Georgier ein Nicht-EU-Bürger ist. Bayern müsste ihn also bis dahin in Tiflis parken oder mit einem Transfer-Trick arbeiten. So könnten die zwei Jahre mit einem Wechsel zu einem Kooperationsverein von Red & Gold, dem Joint Venture mit dem Los Angeles FC, überbrückt werden. Oder der Wechsel wird doch noch mit einer komplizierten Sonderregelung realisiert. Übrigens: An der gleichen Hürde war im April 2018 ein Wechsel von Khvicha gescheitert! Der damalige Chef-Scout Marco Neppe (heute Sportdirektor bei Paris FC) wollte den PSG-Superstar als 16-jähriges Talent nach München holen. Auch „Kvaradona“ trainierte vor acht Jahren schon im Nachwuchs mit – aber ein passender Leih-Klub fand sich nicht. Durch das Red & Gold-Konstrukt von Campus-Chef Jochen Sauer (53) ist die Perspektive bei Tornike nun viel besser, dass der kleine „Kvaradona“ 2028 an der Säbener Straße einschlagen könnte.



