B96-Ausbau bei Neustrelitz: Infoveranstaltung zeigt tiefe Gräben zwischen Behörden und Bürgerinitiative
B96-Ausbau spaltet Region: Infoabend zeigt Alternativen

B96-Ausbau bei Neustrelitz: Infoveranstaltung zeigt tiefe Gräben zwischen Behörden und Bürgerinitiative

Der seit Jahren geplante Ausbau der Bundesstraße 96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz bewegt nach wie vor die Gemüter in der Region. Das umstrittene Projekt würde das Gesicht der Landschaft und ihren Lebenswert für die Anwohner drastisch verändern und dabei enorme Kosten für die Steuerzahler verursachen. Vor diesem Hintergrund plant das Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht!“ eine neue Infoveranstaltung am Dienstag, dem 10. März um 18 Uhr im Gemeindezentrum Blumenholz bei Usadel.

Aktueller Planungsstand versus Alternativvorschlag

Wo steht die Planung aktuell? Wann sind konkrete Umsetzungsschritte zu erwarten? Werden die zahlreichen Bedenken von Gemeinden, Bürgern und Umweltverbänden überhaupt noch berücksichtigt oder wird der Bau nun doch wie ursprünglich geplant umgesetzt? Das Aktionsbündnis möchte die Bürgerinnen und Bürger mit dieser Veranstaltung wieder auf den neuesten Stand bringen und transparent über die Entwicklungen informieren.

Die Projektgruppe „Großprojekte“ vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern aus Schwerin wird den aktuellen Planungsstand ausführlich vorstellen. Im Gegenzug präsentiert das Aktionsbündnis seinen detaillierten Alternativvorschlag für einen bedarfsgerechteren Ausbau. Anschließend besteht die Möglichkeit, in einer moderierten Gesprächsrunde Fragen an beide Seiten zu stellen und in den Dialog zu treten. Das Ende der Veranstaltung ist für etwa 20 Uhr vorgesehen. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und ihre Positionen einzubringen.

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Aktionsbündnis: „Naturraum soll geschont werden“

Das Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht!“ wurde bereits im Jahr 2018 in Neubrandenburg gegründet und engagiert sich seitdem konsequent für einen bedarfsgerechten Ausbau der B96 zwischen Fürstenberg, Neustrelitz und Neubrandenburg. Neben dem BUND arbeiten in dem Bündnis verschiedene Umweltverbände, betroffene Gemeinden und regionale Initiativen aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Fürstenberg/Havel zusammen.

Seit Anfang 2020 vernetzt sich das Aktionsbündnis verstärkt nach Süden in das benachbarte Land Brandenburg und verzeichnet weiterhin einen starken Mitgliederzuwachs. Den Aktivisten geht es besonders darum, den Flächenverbrauch in vertretbaren Grenzen zu halten und den sensiblen Naturraum der Region zu schonen. Aus Sicht des Bündnisses sollten die Planungen wesentlich behutsamer erfolgen, um die Strecke nicht noch attraktiver für den zunehmenden Schwerlastverkehr zu machen und damit zusätzlichen Verkehr anzuziehen.

Die geplante neue Straße soll eine Breite von 15 Metern aufweisen und größtenteils zusätzlich neben die bereits bestehende B96 in die Landschaft gebaut werden. Diese massive Erweiterung steht im Zentrum der Kritik und symbolisiert die tiefen Gräben zwischen den Befürwortern des Projekts und den engagierten Gegnern, die alternative Lösungen fordern.

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