Bahn-Chaos im Rheintal: Osterreisende müssen bis 13. April mit massiven Einschränkungen rechnen
Bahn-Chaos im Rheintal trifft Osterreisende bis 13. April

Massive Einschränkungen: Rheintalbahn-Sperrung trifft Osterverkehr

Die Deutsche Bahn warnt vor erheblichen Problemen für alle Reisenden auf der wichtigen Rheintalbahn-Strecke. Von Samstag, dem 28. März 2026, bis zum 13. April müssen sich Pendler und Touristen auf massive Einschränkungen einstellen. Grund dafür sind umfangreiche Sanierungsarbeiten entlang der vielbefahrenen Nord-Süd-Verbindung.

Fernverkehr komplett umgeleitet

Die Auswirkungen auf den Fernverkehr sind besonders gravierend. ICE-Züge aus dem Norden Deutschlands enden bereits in Baden-Baden, teilweise sogar schon in Karlsruhe. Zwischen Baden-Baden und Freiburg müssen alle Fahrgäste in Busse umsteigen, die entweder direkt fahren oder Zwischenhalte in Achern, Offenburg und Herbolzheim einlegen. Erst ab Freiburg geht die Reise wieder mit dem Zug in Richtung Schweiz weiter.

Besonders betroffen ist die Woche vom 3. bis 9. April. Wer in dieser Zeit beispielsweise mit dem ICE von Berlin über Frankfurt nach Basel und Interlaken reisen möchte, muss mit etwa zwei Stunden zusätzlicher Fahrzeit rechnen. Lediglich zwischen der Schweiz und Freiburg sowie zwischen Baden-Baden und Berlin verkehren die Züge noch planmäßig. Dazwischen ist der Schienenersatzverkehr mit Bussen unvermeidlich.

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Auch ICE-Verbindungen von Hamburg über Dortmund und Köln nach Basel enden während der gesamten Bauphase in Karlsruhe. Von dort aus müssen Reisende ebenfalls auf Busse umsteigen, um ihr Ziel zu erreichen.

Regionalverkehr leidet massiv

Der Nahverkehr ist von den Sperrungen ebenfalls stark betroffen. Zahlreiche Regionalbahn-Linien müssen umgeleitet werden oder fallen komplett aus. Betroffen sind unter anderem die Linien RE 2, RE 7, RB 26, RB 27 sowie die SWEG-Linien RS 1 bis RS 4 und RS 12. Die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH spricht von massiven Einschränkungen zwischen Karfreitag (3. April) und dem 10. April.

Der Grund für diese umfangreichen Umleitungen: Der Bahnhof Offenburg kann in diesem Zeitraum weder vom Fern- noch vom Nahverkehr angefahren werden. Zwar steuern die Ersatzbusse den Bahnhof als Haltestelle an, doch der Komfort und die Geschwindigkeit einer Zugfahrt bleiben auf der Strecke.

Kritik an Wiederholung der Probleme

Bereits im vergangenen Jahr hatten ähnliche Sperrungen während der Osterzeit für erheblichen Ärger gesorgt. Damals wurde kritisiert, dass Busfahrgäste beim Umstieg auf überfüllte Regionalzüge umgeleitet wurden – eine Situation, die sich in diesem Jahr möglicherweise wiederholen könnte. Die Erfahrungen aus dem Vorjahr lassen wenig Hoffnung auf reibungslose Abläufe.

Hintergrund: Milliardenprojekt Rheintalbahn-Ausbau

Die aktuellen Arbeiten sind Teil des milliardenschweren Ausbaus der Rheintalbahn. Die wichtige Strecke zwischen Karlsruhe und Basel wird schrittweise von zwei auf vier Gleise erweitert. Dieser Ausbau soll es ICE-Zügen ermöglichen, in Zukunft erheblich schneller zu fahren und die Kapazität der Strecke deutlich zu erhöhen.

Die etwa 200 Kilometer lange Rheintalbahn zählt zu Europas wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen und ist für den Güter- und Personenverkehr von großer Bedeutung. Die aktuellen Einschränkungen sind somit der Preis für eine zukunftsfähige Infrastruktur, der jedoch insbesondere Osterreisende in diesem Jahr besonders hart zu spüren bekommen.

Reisende werden dringend gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Fahrplanänderungen zu informieren und deutlich mehr Zeit für ihre Reise einzuplanen. Die Bahn empfiehlt zudem, alternative Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen oder Reisen wenn möglich zu verschieben.

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