Bahn-Sperrung Hamburg-Berlin: Ersatzverkehr wechselt Busflotte trotz Verlängerung
Bahn-Sperrung: Neue Busflotte im Ersatzverkehr Hamburg-Berlin

Bahn-Sperrung Hamburg-Berlin: Ersatzverkehr wechselt Busflotte trotz Verlängerung

Schwerin • Die Verkehrssituation auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin bleibt weiterhin angespannt. Nachdem sich die Generalsanierung der Schienen bereits deutlich verlängert hat, stehen nun auch Veränderungen beim Ersatzverkehr an. Der Betreiber Ecovista tauscht seine gesamte Busflotte aus, die täglich tausende Fahrgäste befördert.

Busflottenwechsel wegen Leasing-Änderungen

Sieben Monate nach Beginn des umfangreichen Schienenersatzverkehrs müssen sich Pendler und Reisende auf neue Fahrzeuge einstellen. Ab Sonntag rollt eine komplett neue Busflotte auf den Ersatzstrecken zwischen den beiden Metropolen. Hintergrund für diesen überraschenden Wechsel sind laut Angaben des Busunternehmens Ecovista Änderungen beim Fahrzeugleasing. Das Unternehmen betreibt den Ersatzverkehr mit rund 200 Bussen und beschäftigt dafür etwa 500 Fahrer.

Im Durchschnitt werden täglich rund 30.000 Fahrgäste mit den Bussen zwischen Hamburg und Berlin transportiert – eine gewaltige logistische Herausforderung, die nun mit neuen Fahrzeugen bewältigt werden muss. Alle Linien sollen dabei wie gewohnt und nach Fahrplan bedient werden, versichert das Unternehmen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Neue Ausstattung und vorübergehende Einschränkungen

Die neuen Busse bringen allerdings einige Veränderungen mit sich. Sie verfügen teilweise über andere Ausstattungsmerkmale als die bisherigen Fahrzeuge. Dies betrifft unter anderem die bekannte Folierung im Farbton Verkehrspurpur, die möglicherweise nicht bei allen neuen Bussen identisch sein wird. Zudem wird es vorübergehend Einschränkungen bei der Übertragung der Fahrdaten in Echtzeit geben.

„Wir tun alles dafür, die neue Fahrzeugflotte so schnell und unauffällig wie möglich einzuführen und den Ersatzverkehr weiterhin so stabil wie möglich zu fahren“, erklärt Ecovista. „Die Leitstelle und unser Fahrpersonal arbeiten wie gewohnt, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen – rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche.“

Streckensanierung verzögert sich weiter

Der Wechsel der Busflotte steht in keinem direkten Zusammenhang mit der sich hinziehenden Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Diese dauert deutlich länger als ursprünglich geplant. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist der frostige Winter dafür verantwortlich, dass die Bauarbeiten nicht wie vorgesehen vorankommen.

Die Bahn-Tochter DB InfraGo hatte bereits mitgeteilt, dass eine Wiederaufnahme des regulären Betriebs zum 30. April nicht mehr möglich sein werde. Wie lange sich die Bauarbeiten insgesamt verzögern werden, bleibt jedoch vorerst unklar. Einen aktualisierten Zeitplan will die Bahn am 13. März bekanntgeben.

Trotz dieser Verzögerungen betont Ecovista, dass der Schienenersatzverkehr auch über den 30. April hinaus sichergestellt werden kann. Die neue Busflotte soll dabei helfen, die Mobilität der tausenden täglichen Pendler und Reisenden zwischen Hamburg und Berlin auch während der verlängerten Bauphase zu gewährleisten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration