Die Deutsche Bahn dünnt den Fernverkehr im Süden Sachsen-Anhalts weiter aus. Ab dem 1. Mai wird der Früh-ICE von Naumburg über Weißenfels und Leipzig nach Berlin gestrichen. Damit entfällt die letzte umsteigefreie Tagesverbindung aus der Region in die Bundeshauptstadt. Künftig gibt es nur noch einen nächtlichen Zug.
Hintergrund der Streichung
Die Bahn begründet die Einstellung der Verbindung mit einer geringen Auslastung. Der Zug sei in den vergangenen Monaten nur schwach nachgefragt gewesen, sodass eine wirtschaftliche Weiterführung nicht mehr möglich sei. Reisende aus Naumburg und Weißenfels müssen ab Mai auf Umsteigeverbindungen in Leipzig oder Halle ausweichen.
Reaktionen aus der Region
Bürgermeister und Landräte zeigen sich enttäuscht über die Entscheidung. Sie fordern eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an den Fernverkehr. Der Landtag von Sachsen-Anhalt will das Thema auf die Tagesordnung setzen.
Die Streichung betrifft vor allem Pendler und Reisende, die auf eine schnelle Verbindung nach Berlin angewiesen sind. Alternativ können sie den Regionalverkehr nutzen, was jedoch längere Reisezeiten bedeutet.



