BER erneut von Lufthansa-Streik betroffen: Dutzende Flüge gestrichen
Reisende am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) müssen sich auch am heutigen Dienstag auf erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr einstellen. Grund dafür ist der fortgesetzte Pilotenstreik bei der Lufthansa-Gruppe, der bereits den zweiten Tag in Folge zu massiven Ausfällen führt. Insgesamt wurden knapp 40 Starts und Landungen der Deutschen Lufthansa AG gestrichen, wie aktuelle Informationen auf der offiziellen Internetseite des Hauptstadtflughafens zeigen.
Streikaktionen bei Lufthansa und Tochtergesellschaften
Die Arbeitsniederlegungen wurden von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) initiiert und dauern bis einschließlich Dienstag an. Von den Streikmaßnahmen betroffen sind neben der Deutschen Lufthansa AG auch die Lufthansa Cargo AG sowie die Lufthansa Cityline GmbH. Bei der Eurowings GmbH, die am Montag ebenfalls bestreikt wurde, finden die Flüge am Dienstag hingegen wieder planmäßig statt.
Es handelt sich bereits um den dritten Warnstreik der Cockpit-Beschäftigten in diesem Jahr. Die Tarifkonflikte drehen sich vor allem um Fragen der betrieblichen Altersversorgung und um Vergütungsregelungen bei der Regionaltochter Cityline. Die Gewerkschaft pocht auf verbesserte Arbeitsbedingungen und eine angemessene Altersvorsorge für ihre Mitglieder.
Weitere Streikwelle durch Kabinengewerkschaft Ufo
Die Unruhen im Luftverkehr werden sich in den kommenden Tagen voraussichtlich noch verschärfen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat für Mittwoch und Donnerstag einen zweitägigen Streik der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa und Cityline angekündigt. Diese Maßnahme könnte zu weiteren erheblichen Beeinträchtigungen im Flugbetrieb am BER führen und die bereits angespannte Situation für Reisende zusätzlich verschärfen.
Empfehlungen für betroffene Passagiere
Der Flughafen BER rät allen Reisenden dringend dazu, sich vor Antritt der Reise über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren. Dies ist insbesondere über die Webseite der Lufthansa möglich. Die Fluggesellschaft hat zugesichert, dass betroffene Passagiere im Falle eines Ausfalls kostenlos und in der Regel automatisch auf einen alternativen Flug umgebucht werden. Die Information hierüber erfolgt per Mobiltelefon.
Sollte kein Ersatzflug verfügbar sein, bietet Lufthansa eine besondere Lösung an: Passagiere haben in diesem Fall die Möglichkeit, ihr Flugticket in ein Zugticket der Deutschen Bahn umwandeln zu lassen. Diese Option soll sicherstellen, dass Reisende trotz der Streikauswirkungen ihr Ziel erreichen können, auch wenn dies auf dem Landweg erfolgen muss.
Auswirkungen auf den Flugbetrieb
Die Streikmaßnahmen führen zu erheblichen operativen Herausforderungen für den Flughafenbetreiber und die betroffenen Airlines. Während Eurowings nach den Ausfällen am Montag wieder einen regulären Betrieb aufnehmen konnte, bleibt die Situation bei Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften weiterhin angespannt. Die gestrichenen Flüge betreffen sowohl nationale als auch internationale Verbindungen und beeinträchtigen damit tausende Passagiere.
Die anhaltenden Arbeitsniederlegungen verdeutlichen die tiefgreifenden Tarifkonflikte innerhalb der Luftfahrtbranche. Sowohl die Piloten- als auch die Kabinengewerkschaften fordern substantielle Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen und Vergütung, während die Airlines angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen nach flexiblen Lösungen suchen.



