Handball-Pokal: Magdeburgs Trainer Wiegert warnt vor Bergischem HC im Halbfinale
Die Favoritenrollen sind im Handball-Pokal klar verteilt, doch ein Selbstläufer wird das Halbfinale zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischen HC definitiv nicht. SCM-Cheftrainer Bennet Wiegert äußerte sich vor der Final-Four-Endrunde in Köln mit deutlicher Vorsicht. „Wir wissen schon, was uns da erwartet. Das hat das letzte Spiel deutlich gezeigt. Warum sollte das beim Pokal anders sein?“, sagte der Trainer und verwies auf das knappe Bundesliga-Spiel im März, das Magdeburg mit nur 27:25 gewann.
Erinnerungen an das dramatische Halbfinale von 2016
Für Wiegert schließt sich an diesem Wochenende ein besonderer Kreis. Vor genau zehn Jahren holte er mit dem SC Magdeburg seinen ersten Titel als Trainer – den Pokalsieg 2016. Damals benötigte das Team in einem packenden Halbfinale gegen den Bergischen HC sogar die Verlängerung, um mit 36:33 zu triumphieren. „Erstmal kommt es mir nicht so vor, dass es schon wieder zehn Jahre her ist“, sagte der 44-Jährige. „Wir sind jetzt in 2026, 2016 ist schon vorbei, da haben wir unsere Geschichte geschrieben. Wir versuchen jetzt, einen neuen Weg in die Bücher zu finden.“
Kein einfaches Los für den Spitzenreiter
Obwohl der SC Magdeburg in der Bundesliga aktuell die Tabellenspitze hält und gemeinsam mit den Füchsen Berlin als klarer Favorit für den Pokalsieg gilt, sieht Wiegert die Herausforderung durch den BHC als enorm an. „Der BHC wird ganz viel daraus mitnehmen, weil sie uns da fast an der Grenze einer Niederlage hatten. Der kurze Weg nach Köln, das ist alles andere, als ein einfaches Los“, betonte der Trainer. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: „Trotzdem freuen wir uns extrem drauf.“
Besondere Herausforderungen im Pokalwettbewerb
Wiegert wies darauf hin, dass Pokalspiele stets besondere Überraschungen bereithalten. „Pokal, auch sportartübergreifend, nicht nur im Handball, hat immer besondere Sachen parat, immer. Deswegen ist es immer anspruchsvoll, was an einem Wochenende an einem neutralen Ort passiert“, erklärte er. Diese Erfahrung aus dem engen Bundesligaspiel im März sei für die Vorbereitung auf das Halbfinale am Samstag um 18.45 Uhr sogar von Vorteil. „Das ist gar nicht schlecht, diesen Erfahrungswert zu haben“, so Wiegert.
Vorfreude und Ambitionen in Magdeburg
Die Mannschaft des SC Magdeburg blickt mit großer Motivation auf das Halbfinale. „Nun sind wir keine Mannschaft, die nur dabeisein möchte. Ich merke schon, wie beim ersten Training, dass die Vorfreude sehr groß ist“, sagte Wiegert. Mit Spielern wie dem damaligen Linksaußen Matthias Musche und dem heutigen Co-Trainer Yves Grafenhorst, die beide 2016 dabei waren, verfügt das Team über wertvolle Erfahrung. Doch der Bergische HC hat bereits bewiesen, dass er den Spitzenreiter an die Grenzen bringen kann – eine Tatsache, die das Halbfinale zu einem spannenden und unberechenbaren Duell werden lässt.



