Schwerer Verkehrsunfall auf der A20 bei Jarmen blockiert Autobahn für Stunden
Am frühen Montagmorgen des 23. März 2026 kam es auf der Autobahn 20 in Fahrtrichtung Rostock zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, der zu erheblichen Behinderungen führte. Gegen 7 Uhr ereignete sich der Crash etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Jarmen, in der Nähe der Raststätte „Demminer Land“.
Überholmanöver mit fatalen Folgen
Laut Angaben der Polizeiinspektion Anklam war der mutmaßliche Verursacher ein 81-jähriger Fahrer eines Pkw Dacia. Zeugen berichteten, dass der Senior kurz nach dem Passieren des Völschower Holzes von der rechten auf die linke Spur ausscherte, um zu überholen. Dabei habe er einen auf gleicher Höhe fahrenden Renault Trafic Kleinbus entweder gar nicht oder zu spät bemerkt.
Die Folge war eine seitliche Kollision, bei der beide Fahrzeuge ins Schleudern gerieten. Der Van mit einem 43-jährigen Fahrer an Bord kam erst nach mehreren hundert Metern auf dem Standstreifen zum Stehen, während der Dacia quer zur Fahrbahn stehen blieb und beide Spuren blockierte.
Zwei Verletzte und hoher Sachschaden
Beide Fahrer, die jeweils allein in ihren Fahrzeugen unterwegs waren, erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen. Rettungskräfte versorgten die Männer vor Ort und transportierten sie zur weiteren Untersuchung ins Universitätsklinikum Greifswald.
Polizeisprecher Ben Tuschy bezifferte den entstandenen Sachschaden auf insgesamt etwa 30.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nach dem Crash nicht mehr fahrbereit und mussten von der Unfallstelle abtransportiert werden.
Feuerwehr im Großeinsatz
Neben mehreren Polizeifahrzeugen rückte auch die Feuerwehr Jarmen mit Unterstützung der Löschgruppen Daberkow und Plötz an. Insgesamt waren zehn Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen im Einsatz, wie Wehrführer Gerhard Vockelmann dem Nordkurier berichtete.
Die Brandbekämpfer kümmerten sich zunächst um ausgelaufene Betriebsstoffe des Pkw, die in einen nahegelegenen Regenwasserablauf zu fließen drohten. Anschließend übernahmen sie den Großteil der Reinigungsarbeiten, die sich aufgrund des über zweihundert Meter langen Trümmerfeldes als besonders aufwändig erwiesen.
Stundenlange Verkehrsbehinderungen
Die Autobahn 20 musste nach dem Unfall für etwa zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Um 8.30 Uhr konnte der Verkehr zumindest halbseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden, nachdem die Feuerwehr das Dacia-Wrack an den Randstreifen geschoben hatte.
Bis dahin hatte sich auf der A20 bereits ein kilometerlanger Stau gebildet. Erst gegen 9.30 Uhr, nach Abschluss aller Bergungs- und Aufräumarbeiten, war die Autobahn wieder komplett freigegeben.
Die Polizei ermittelt weiter zu den genauen Umständen des Unfalls und appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, beim Überholen besondere Vorsicht walten zu lassen.



