Verstärkte Verkehrskontrollen in Berlin und Brandenburg
Ab Montag startet die Polizei in Berlin und Brandenburg eine großangelegte Kontrollwoche gegen Temposünder und andere Verkehrsverstöße. Der sogenannte Blitzermarathon, der bis zum Sonntag andauert, markiert den Beginn der jährlichen "Speedweek", an der sich mehrere europäische Länder beteiligen. Anders als in den Vorjahren nimmt diesmal auch die Berliner Polizei aktiv an der europaweit koordinierten Aktion teil.
Fokus auf unfallträchtigen Straßen und Schulwegen
Die Einsatzkräfte werden während der Aktionswoche verstärkt an unfallträchtigen Straßen, Kreuzungen, Schulwegen sowie im Umfeld von Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen präsent sein. Laut Angaben des "Berliner Kuriers" sollen insbesondere im Ostteil der Hauptstadt mobile Blitzgeräte zum Einsatz kommen. Die Berliner Polizei nutzt die Gelegenheit, um ihre Erkenntnisse zu Unfallschwerpunkten und beliebten Raserstrecken zu überprüfen und gegebenenfalls nachzujustieren.
Besorgniserregende Unfallstatistiken
Die Notwendigkeit der verstärkten Kontrollen wird durch aktuelle Unfallzahlen untermauert. In Berlin sind nach Polizeiangaben bis zum 7. April dieses Jahres bereits sieben Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starben 37 Personen auf den Straßen der Stadt, während es 2024 noch 55 Todesopfer waren. Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle stieg 2025 auf 137.373, was einer Zunahme von 3,01 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Brandenburg setzt auf Geschwindigkeitsüberwachung außerorts
In Brandenburg konzentriert sich die Polizei während der Aktionswoche vom 13. bis 19. April 2026 vor allem auf die Überwachung der Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften. Die Brandenburger Polizei beteiligt sich regelmäßig an der europaweiten Initiative, die vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool koordiniert wird. Am Mittwoch wird zudem der sogenannte Speedmarathon durchgeführt, bei dem gezielt gegen Temposünder vorgegangen wird.
Geschwindigkeit als Hauptunfallursache
Die Bedeutung der Geschwindigkeitskontrollen wird durch die Unfallstatistik in Brandenburg deutlich. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Verkehrsunfälle aufgrund unangepasster Geschwindigkeit auf etwa 6.380, nachdem es im Vorjahr noch knapp 6.160 Fälle gegeben hatte. Nicht angepasste Geschwindigkeit zählt damit zu den Hauptunfallursachen im Land Brandenburg. Die jährlich im April und August stattfindende Aktionswoche soll nach Angaben der Behörden zu mehr Verkehrssicherheit beitragen und das Bewusstsein für verantwortungsvolles Fahrverhalten schärfen.



