Bund fördert Wasserstoffnetz für Lkw in Thüringen mit 13,5 Millionen Euro
Bund fördert Wasserstoffnetz für Lkw in Thüringen

Bundesförderung für Wasserstoffinfrastruktur in Thüringen gestartet

Die Bundesregierung unterstützt den Ausbau der Wasserstoffmobilität in Thüringen mit einer Förderung in Höhe von 13,5 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, den Schwerlastverkehr schrittweise auf emissionsfreie Antriebe umzustellen und eine leistungsfähige Infrastruktur für Wasserstoffproduktion, Transport und Betankung aufzubauen. Das Projektkonsortium TH2ECO gab bekannt, dass der Fokus auf der Region Erfurt liegt, wo eine spezielle Wasserstofftankstelle für Lastwagen am Güterverkehrszentrum (GVZ) errichtet werden soll.

Details zum Tankstellenprojekt und Produktionsstandorten

Die geplante Anlage am GVZ Erfurt ist speziell für den Einsatz im Schwerlastverkehr konzipiert und soll schnelles Betanken ermöglichen, um die Effizienz im Gütertransport zu steigern. Parallel dazu sind Pläne für die Wasserstoffproduktion an zwei Standorten in Thüringen vorgesehen, von wo aus der Wasserstoff zum GVZ transportiert werden soll. Langfristig ist eine Anbindung dieser Infrastruktur an das bundesweite Wasserstoffnetz geplant, was die Integration in überregionale Versorgungssysteme sicherstellt.

Förderung im Rahmen der HyPerformer-Initiative

Die Förderung erfolgt im Zuge der HyPerformer-Initiative, mit der die Bundesregierung Modellregionen für den Einsatz von Wasserstoff im Verkehr unterstützt. Neben Erfurt werden auch die Regionen Stralsund-Rügen und Rhein-Ruhr gefördert. Diese drei Regionen waren bereits 2023 als Gewinner eines entsprechenden Wettbewerbs ausgewählt worden, mussten jedoch nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds zunächst pausieren. Mit dem Neustart der Förderung eröffnen sich neue Chancen für die Speditions- und Logistikbranche.

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Wirtschaftliche Vorteile und Perspektiven für die Region

Wasserstoff wird als wirtschaftliche Alternative im Schwerlastverkehr mit hohen Reichweiten gesehen, die die Elektromobilität sinnvoll ergänzen kann. Die Projektbeteiligten erhoffen sich dadurch mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und stabilere Energiepreise. Perspektivisch könnten sowohl Treibstoff- als auch Mautkosten unter dem Niveau eines Diesel-Lkw liegen, da für Fahrzeuge mit emissionsfreien Antrieben der CO2-Mautaufschlag entfällt. Langfristig soll in Thüringen ein umfassendes Wasserstoff-Ökosystem entstehen, das Produktion, Transport, Speicherung und Nutzung in verschiedenen Sektoren umfasst. Neben den Fördermitteln investieren beteiligte Unternehmen nach eigenen Angaben rund 19 Millionen Euro in den Aufbau dieser Infrastruktur, was die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts unterstreicht.

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