BVG-Tarifverhandlungen: Dritte Runde ohne Annäherung in Sicht
BVG-Tarifverhandlungen: Dritte Runde ohne Annäherung

Dritte Tarifrunde bei Berliner Verkehrsbetrieben: Verhandlungen ohne Annäherung

Die Gewerkschaft Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) treffen sich am Mittwoch zur dritten Verhandlungsrunde in der aktuellen Tarifauseinandersetzung. Eine Einigung bei diesem Treffen wird als äußerst unwahrscheinlich eingeschätzt, da sich die Positionen der beiden Parteien bisher kaum angenähert haben. Die Arbeitgeberseite besteht darauf, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen stärker priorisiert und klare Schwerpunkte für die weiteren Gespräche festlegt.

Forderungen und Erwartungen der Verhandlungsparteien

Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt erwartet von der BVG eine grundsätzliche Reaktion auf die Gewerkschaftsforderungen und im besten Fall ein erstes konkretes Angebot. Die Gewerkschaft hatte bereits im laufenden Tarifstreit zu einem Warnstreik aufgerufen, der vor etwa zwei Wochen den Berliner Nahverkehr weitgehend lahmlegte. Weitere Arbeitskämpfe werden für möglich gehalten, falls keine Fortschritte erzielt werden.

Die Arbeitnehmerseite fordert unter anderem mehr Urlaubstage, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie eine Erhöhung des Urlaubsgeldes mit der Option, dieses in freie Tage umzuwandeln. Auch die Wochenarbeitszeit ist ein zentrales Thema in den Verhandlungen. Während Verdi bisher keine konkreten Forderungen zur Arbeitszeit öffentlich gemacht hat, gibt die BVG an, die Gewerkschaft wolle eine 35-Stunden-Woche durchsetzen.

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Bundesweite Tarifverhandlungen und Ausblick

Parallel zu den Gesprächen in Berlin verhandelt Verdi in allen Bundesländern über neue Tarifverträge. Wie in der Hauptstadt geht es dabei in den meisten Fällen nicht primär um höhere Löhne, sondern um verbesserte Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr. Die dritte Verhandlungsrunde in Berlin markiert einen kritischen Punkt, da bisher weder Kompromissbereitschaft noch konkrete Angebote erkennbar sind. Die Situation bleibt angespannt, und die Möglichkeit weiterer Warnstreiks schwebt wie ein Damoklesschwert über den Verhandlungen.

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