Crumbach will mehr Langstreckenflüge am BER und kritisiert Bundesregierung
Crumbach fordert mehr Langstreckenflüge am BER

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) fordert mehr Engagement für interkontinentale Flugverbindungen am Hauptstadtflughafen BER. Die Bundesregierung sei in der Pflicht, die Anbindung der östlichen Bundesländer an den internationalen Luftverkehr zu verbessern, sagte Crumbach. Derzeit starten am BER nur acht Langstreckenverbindungen, während es in Frankfurt weit über 100 und in München rund 60 sind. Dies habe klare Folgen: weniger Direktverbindungen, geringere Wirtschaftschancen und häufig höhere Flugpreise für die gesamte Region. Gleiche Chancen am Himmel seien keine Frage der Geografie, sondern des Respekts und Zusammenhalts, betonte der Minister.

Ryanair reduziert Angebot

Der irische Billigflieger Ryanair hatte kürzlich angekündigt, zum Winter die Hälfte des Flugangebots am BER zu reduzieren, seine Basis dort zu schließen und die sieben stationierten Flugzeuge abzuziehen. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit der jüngsten Ankündigung des Berliner Flughafens, die Gebühren von 2027 bis 2029 erneut um weitere zehn Prozent zu erhöhen. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) wies dies jedoch zurück und erklärte, beide Seiten verhandelten derzeit über die Entgelte.

Wirtschaftliche Folgen für die Region

Fehlende Langstreckenflüge am BER sind ein altbekanntes Problem, das der Region schadet, sagte ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer. Nötig seien Airlines, die sich zutrauten, neue Verbindungen aufzulegen. Die Nachfrage sei vorhanden. Die Flughafengesellschaft selbst könne sich nicht um die Langstreckenflüge kümmern; dafür seien Angebote der Fluggesellschaften erforderlich.

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