Demmin startet Verkehrswende: Großprojekt leitet Bundesstraßen um und beruhigt Innenstadt
Demmin: Großprojekt leitet Bundesstraßen um für Verkehrsberuhigung

Demmin startet Verkehrswende: Großprojekt leitet Bundesstraßen um und beruhigt Innenstadt

Für mehr Lebensqualität und weniger Verkehrslärm startet die Hansestadt Demmin ein ambitioniertes Großprojekt zur Verkehrsberuhigung. Die Stadtverwaltung und das Straßenbauamt Neustrelitz haben den Stadtvertretern einen Entwurf vorgelegt, der die Umleitung der Bundesstraßen B110 und B194 aus dem Innenstadtbereich regeln soll. Dies markiert einen historischen Schritt für die Stadtentwicklung.

Verkehrslärm statt Lebensqualität: Ein langjähriges Problem

Derzeit rollt der gesamte Fernverkehr auf den Bundesstraßen B110 und B194 quer durch das Zentrum der Hansestadt. Bürgermeister Thomas Witkowski (CDU) betont regelmäßig, dass die hohe Verkehrsbelastung die Stadtentwicklung behindert. Bei einer Podiumsdiskussion verglich er das Zentrum humorvoll mit einem "kleinen Berliner Ring", wo man "immer im Kreis herum fahren" könne. Seit Jahrzehnten bemüht sich die Stadtverwaltung um die Entlastung der Innenstadt vom Schwerlastverkehr.

Historische Vereinbarung als Startpunkt

Die vorgeschlagene Vereinbarung, die noch durch die Stadtvertretung gebilligt werden muss, stellt einen entscheidenden Startpunkt dar. Thomas Witkowski lobte diese Übereinkunft als "historisch" und stimmte darin mit Karsten Sohrweide vom Straßenbauamt überein. "Wir sind froh und stolz, dass wir heute den ersten Schritt gehen können", betonte der Bürgermeister und dankte allen Beteiligten für die Vorbereitung. Die Ausschussmitglieder billigten den Entwurf einstimmig, ebenso der Hauptausschuss.

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Nächste Schritte und Zeitplan

Damit ist der Weg frei für die Abstimmung in der nächsten Sitzung der Stadtvertretung am Mittwoch, dem 18. März. Die unterschriebene Vereinbarung wird dann mit den notwendigen Unterlagen vom Straßenbauamt noch im März dem Wirtschaftsministerium MV übergeben, das diese dem Fernstraßen-Bundesamt (FBA) weiterleiten wird. Obwohl die Länder mittlerweile für Bundesstraßen zuständig sind, muss die geplante Streckenänderung durch das FBA bestätigt werden. Für das Vorhaben gibt es positive Signale von Land und Bund.

Konkrete Planungen und Superkreisel

"Auch der Superkreisel ist Bestandteil dieses Projektes", erläuterte Karsten Sohrweide. Der Durchgangsverkehr soll zukünftig über das Hanseufer und die Deutsch-Kroner Straße fließen. Zwischen dem Bahn- und dem Krankenhauskreisel werden die Fahrzeuge über die Goethestraße geführt. Dazu muss ein Stück Straße als Verbindung vom Kreisverkehr zur Goethestraße neu gebaut werden. An der Kahldenbrücke soll ein "Superkreisel" die Durchlässigkeit verbessern.

Langfristige Perspektive bis in die 2040er Jahre

Das Straßenbauamt hofft, dass die Bestätigung noch in diesem Jahr erfolgt, sodass 2027 mit der Planung begonnen werden kann. Allerdings werden die Planungsverläufe voraussichtlich zehn bis zwölf Jahre dauern, wie das Amt ausdrücklich betonte. Der Zeithorizont für die vollständige Verkehrsberuhigung erstreckt sich bis in die 2040er Jahre. Umso bedeutender ist es, dass das Vorhaben nun an den Start gehen kann, um langfristig für mehr Lebensqualität in Demmin zu sorgen.

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