Der Yachtclub Dessau hat am vergangenen Wochenende seine neue Steganlage im Leopoldshafen offiziell eingeweiht. Die moderne Anlage ersetzt die alten Stege, die noch aus DDR-Zeiten stammten und stark marode waren. „Die Schwimmtonnen waren durchgerostet“, erklärte Karsten Kühne, ehemaliger Vorsitzender des Vereins, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hatte.
Investition von über 170.000 Euro
Die neue Steganlage besteht aus zwei Teilen und bietet insgesamt 35 Liegeplätze. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 170.000 Euro. Finanziert wurde das Projekt durch Eigenmittel des Vereins sowie durch Fördermittel der Stadt Dessau-Roßlau und des Landes Sachsen-Anhalt. Die Bauarbeiten dauerten mehrere Monate und wurden pünktlich zur Saison abgeschlossen.
Hintergrund: Alter Steg war nicht mehr sicher
Der alte Steg war nicht nur optisch in die Jahre gekommen, sondern auch sicherheitstechnisch bedenklich. Die durchgerosteten Schwimmtonnen hätten bei Belastung brechen können, so Kühne. Daher entschloss sich der Verein frühzeitig zu einem Neubau. Die Planungen begannen bereits vor zwei Jahren.
Auswirkungen auf die Bootsszene
Durch die neuen Liegeplätze werden viele Boote von der Elbe abgezogen, die bisher an provisorischen Anlegestellen festmachten. Der Yachtclub erhofft sich dadurch eine Entlastung der Elbufer und eine geordnetere Nutzung des Hafens. Die Nachfrage nach den neuen Plätzen ist bereits jetzt hoch.
Der Yachtclub Dessau blickt optimistisch in die Zukunft. Mit der neuen Steganlage ist der Verein für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, und die moderne Infrastruktur soll weitere Wassersportbegeisterte anlocken.



