Erstes Emirates-Flugzeug aus Dubai landet nach Iran-Krieg in Frankfurt
Nach den massiven Flugausfällen aufgrund des eskalierenden Iran-Krieges ist am Dienstag ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main gelandet. Der Airbus A-380 setzte um kurz nach 13.30 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen auf, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Die Landung wurde auch auf den Anzeigetafeln im Ankunftsbereich des Flughafens bestätigt.
Gestrandete Passagiere und eingeschränkter Flugverkehr
Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere sich an Bord des Linienfluges befanden. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem vergangenen Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben als Reaktion auf die kriegerischen Auseinandersetzungen ihren Luftraum vollständig geschlossen, und auch Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.
Teilweise Wiederaufnahme des Flugbetriebs
Am Samstag hatten die Vereinigten Arabischen Emirate eine teilweise Schließung ihres Luftraums angekündigt und alle Flüge an den Flughäfen von Dubai ausgesetzt. Erst am Montagabend teilte das Medienbüro von Dubai mit, dass wieder eine kleine Anzahl an Flügen möglich sei. Die Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Anzahl an Rückkehrer- und Frachtflügen laufe nun wieder an. Parallel dazu flog die emiratische Fluggesellschaft Etihad Airways mit Sitz in Abu Dhabi laut Flugzeugtrackern unter anderem Ziele wie London, Paris, Amsterdam und Moskau an.
Hintergründe und politische Signale
Warum die Flüge nun teilweise wieder aufgenommen wurden, teilten die emiratischen Behörden nicht explizit mit. Denn die Gefahr iranischer Angriffe im Land und der gesamten Region besteht unvermindert weiter. Experten vermuten, dass das primäre Ziel darin besteht, zumindest eine teilweise Heimkehr für die gestrandeten Touristen zu ermöglichen. Gleichzeitig wollen die Emirate den Eindruck vermitteln, dass der Alltag im Land trotz der anhaltenden Angriffe und der unsicheren Lage schrittweise weitergeht – dazu zählt insbesondere eine schrittweise Normalisierung des internationalen Flugverkehrs, auch wenn dies unter strengen Sicherheitsvorkehrungen geschieht.



