Thüringer Freilichtmuseen bangen um Besucher: Hohe Spritpreise als Saisonrisiko
Freilichtmuseen fürchten Besucherrückgang durch Spritkosten

Thüringer Freilichtmuseen starten mit Sorge in die Saison

Kurz vor Beginn der besucherstarken Zeit bereiten die steigenden Spritkosten den Verantwortlichen von Thüringens Freilichtmuseen erhebliche Sorgen. Die Einrichtungen, die häufig nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, fürchten einen Rückgang der Besucherzahlen aufgrund der finanziellen Belastung durch teuren Kraftstoff.

Hohenfelden: Busverbindung als mögliche Lösung

Im größten Freilichtmuseum Thüringens in Hohenfelden äußerte Museumsleiterin Franziska Zschäck konkrete Befürchtungen: „Wir fragen uns schon, wie sich der Ölpreis entwickelt“. Angesichts der durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Spritpreise stehe die Sorge im Raum, dass potenzielle Gäste aus finanziellen Gründen auf Museumsbesuche verzichten könnten.

Als mögliche Gegenmaßnahme ist das Museum im Gespräch mit einem regionalen Verkehrsunternehmen, um ab Ostern an Wochenenden eine Busverbindung von Erfurt zum Hauptgelände einzurichten. Trotz der Herausforderungen bietet das Museum in dieser Saison Neuerungen:

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  • Das Hauptgelände öffnet am 28. März
  • Ein neues barrierefreies Eintrittsgebäude mit Museumsshop wird voraussichtlich Ende Mai fertiggestellt
  • Regionale handgemachte Produkte werden angeboten
  • Beliebte Veranstaltungen wie Handwerkertag, Schäfer-Tag und Thüringer Käsemarkt sind geplant

Rudolstadt: Historische Hofanlage mit verbessertem Service

Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt starten am 1. April in die Saison. Besucher können sich auf kleine Verbesserungen freuen, darunter ein saniertes Eingangstor und eine neue leistungsfähigere Kaffeemaschine für die Gastronomie. Die historische Hofanlage, eine der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands, bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm:

  1. Burgenländisches Weinfest am 12. und 13. Juni
  2. Sommerkino vom 17. Juni bis 17. Juli
  3. Sommertheater vom 18. Juli bis 16. August
  4. Konzerte des „Rudolstädter Sommers“ vom 20. Juni bis 20. September

Westgreußen: Funkenburg trotz Insolvenz gesichert

Die Funkenburg in Westgreußen kann ihre Saison traditionell zu Ostern beginnen, obwohl der Trägerverein insolvent ist. Zumindest für diese Saison sei der Betrieb gesichert, wie eine Sprecherin mitteilte. Die langfristige Herausforderung bleibt die Suche nach einer dauerhaften Finanzierung für das archäologische Museum. Höhepunkte der Saison sind:

  • Ostereiersuche für Kinder am 5. April
  • Oster-Café am 6. April
  • Funkenburgfest am 15. und 16. August
  • Historische Handwerkerwoche vom 27. September bis 4. Oktober

Kloster Veßra: Neue Ausstellung und Veranstaltungen

Das Hennebergische Museum Kloster Veßra ist bereits seit 1. März geöffnet und sieht die schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr als besondere Herausforderung. Auch diese Einrichtung ist darauf angewiesen, dass Besucher mit dem Auto anreisen können. Dennoch bietet das sechs Hektar große Freilichtmuseum Neues:

Ab 28. Mai wird eine Sonderausstellung über Frauen in der Landwirtschaft präsentiert. Der frühere Pferdestall wird als Raum für Museumspädagogik und Veranstaltungen nutzbar gemacht. Zu den besonderen Veranstaltungsformaten zählen in dieser Saison:

  • Museumsfest mit regionalem Markt am 10. Mai
  • Gartenmarkt vom 4. bis 7. Juni
  • Verschiedene Konzerte, darunter „Klosterklang“ mit elektronischer Musik am 5. Juli

Alle Museen hoffen auf ein normales Besucherjahr und setzen auf ihre attraktiven Programme, um trotz der finanziellen Belastungen durch hohe Spritpreise Gäste anzulocken. Die Einrichtungen betonen ihre Bedeutung als kulturelle Anlaufpunkte in der Region und arbeiten an Lösungen, um die Erreichbarkeit zu verbessern.

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