Erfurter Busse stellen komplett auf bargeldloses Bezahlen um - Nur noch Karte oder Smartphone
Erfurter Busse: Keine Barzahlung mehr möglich

Erfurter Busse schaffen Bargeldzahlung komplett ab

In den Bussen der Erfurter Verkehrsbetriebe (EVAG) ist die Zeit des Bargelds endgültig vorbei. Nach einer etwa einjährigen Testphase haben die Verkehrsbetriebe nun alle 77 Busse ihrer Flotte auf vollständig bargeldloses Bezahlen umgestellt. Fahrgäste können ihre Tickets beim Einsteigen nur noch mit EC-Karte, Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch bezahlen.

Mehr Sicherheit und schnellere Abläufe

EVAG-Vorstand Mario Laube betont die Vorteile der Umstellung: "Die vollständige Umstellung der Systeme führt zu mehr Einheitlichkeit, erhöhter Sicherheit und beschleunigt den Einstiegsprozess erheblich." Laut den Verkehrsbetrieben nutzen bereits mehr als 80 Prozent der Kundinnen und Kunden bargeldlose Zahlungsmethoden. Zudem besitzen viele Fahrgäste das Deutschlandticket und müssen daher vor Ort überhaupt keine Fahrkarten mehr lösen.

Alternative Bezahlmöglichkeiten für Bargeldnutzer

Wer weiterhin mit Bargeld bezahlen möchte, muss seine Tickets vorab an einem der 51 EVAG-Automaten, in einer der 24 EVAG-Agenturen oder im Mobilitätszentrum am Anger erwerben. Eine Übersicht aller Verkaufsstellen ist auf der Website der Verkehrsbetriebe verfügbar.

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Kritik vom Fahrgastverband

Der Fahrgastverband Pro Bahn Thüringen hat in der Vergangenheit allgemeine Kritik an der vollständigen Umstellung auf bargeldlose Bezahlsysteme in Bussen und Bahnen geäußert. Die Organisation argumentiert, dass die Abkehr vom Bargeld besonders ältere Menschen und Kinder benachteiligt. Besonders betroffen seien Fahrgäste, die an Haltestellen in ländlicheren Stadtgebieten einsteigen, wo häufig keine Ticketautomaten vorhanden sind.

Die Umstellung markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Erfurt und spiegelt einen bundesweiten Trend wider. Während die Verkehrsbetriebe die Effizienzsteigerung und Sicherheitsvorteile hervorheben, bleiben Fragen der sozialen Inklusion und Barrierefreiheit weiterhin diskussionswürdig.

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