Faschingsferien-Ende löst massives Verkehrschaos aus
Das lange Wochenende vom 20. bis 22. Februar wird für viele Autofahrer zur Geduldsprobe. Mit dem Ende der Faschingsferien in mehreren Bundesländern und Nachbarländern droht auf deutschen Autobahnen ein massives Stau-Chaos. Besonders betroffen sind die Süd-Nord-Routen, wo sich Urlaubsrückkehrer und Ausflügler die Straßen teilen werden.
Freitag: Erste Engpässe ab Mittag
Bereits am Freitag wird die Lage auf den Straßen deutlich angespannter. Der ACE warnt vor einem spürbar erhöhten Verkehrsaufkommen ab Mittag, insbesondere in Großstadtregionen und auf Fernstraßen. Erst am Abend soll sich die Situation allmählich entspannen. Eine besondere Herausforderung erwartet Autofahrer im Großraum Hamburg: Ab 22.00 Uhr beginnt die Vollsperrung des Elbtunnels, die bis Montag früh andauern wird.
Samstag: Der kritischste Reisetag
Der Samstag entwickelt sich laut Verkehrsexperten zum problematischsten Tag des Wochenendes. Der ADAC rechnet mit einem erheblichen Verkehrsaufkommen, während der ACE vom "Kehraus in den Skigebieten" spricht. Schon vormittags drohen auf den Süd-Nord-Routen moderate bis starke Verzögerungen, die sich bis in den späten Nachmittag hinziehen können. Die Experten warnen ausdrücklich vor teils längeren Staus.
Sonntag: Anhaltender Hochbetrieb bis zum Abend
Am Sonntag herrscht ab Mittag weiterhin Hochbetrieb auf den Straßen. Die Stau-Hotspots bleiben dabei weitgehend identisch mit denen des Samstags. Besonders kritisch wird die Verkehrslage am späten Nachmittag und frühen Abend, wenn sich die Rückreisewelle mit den Ausflüglern vermischt.
Besonders betroffene Autobahnabschnitte
Laut ADAC-Faustformel sind Autobahnen in nördlicher Richtung deutlich stärker belastet als in südlicher Richtung. Zu den besonders staugefährdeten Strecken gehören:
- A 1 von Lübeck über Hamburg, Bremen, Osnabrück bis Köln
- A 2 von Berlin über Hannover, Dortmund bis Oberhausen
- A 3 von Passau über Nürnberg, Würzburg, Frankfurt bis Köln
- A 5 von Basel über Karlsruhe, Heidelberg bis Frankfurt
- A 7 von Füssen/Reutte über Ulm, Würzburg sowie von Hannover über Hamburg bis Flensburg
- A 8 von Salzburg über München, Ulm, Stuttgart bis Karlsruhe
- A 9 von München über Nürnberg bis Halle/Leipzig
Besonders stark belastet sind die A 61 und A 3 durch Rückreiseverkehr aus Belgien, Luxemburg sowie Mittel- und Südholland.
Elbtunnel voll gesperrt
Von Freitag, 20. Februar, 22.00 Uhr bis Montag, 23. Februar, 5.00 Uhr ist die A 7 zwischen den Anschlussstellen Heimfeld und Stellingen in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Autofahrer müssen mit erheblichen Umwegen rechnen und sollten großräumige Umfahrungen einplanen.
Winterwetter verschärft die Situation
"Bei Schnee- oder Eisregen erhöht sich die Staugefahr erheblich", warnt der Autoclub eindringlich. Vor Fahrtantritt sollten sich Reisende unbedingt über die aktuelle Wetterlage informieren und zusätzliche Zeitpuffer einplanen. Winterreifen und angepasste Geschwindigkeit sind unter diesen Bedingungen unverzichtbar.
Internationale Verkehrslage
Auch in den Nachbarländern ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. In Österreich sorgen vor allem Wintersportler für erhöhtes Verkehrsaufkommen, darunter viele deutsche Urlauber. Regional enden etwa in Oberösterreich und Steiermark die Ferien, was zusätzlich für Trubel sorgt. Besonders belastet sind West-, Inntal- und Brennerautobahn, die Fernpass-Route sowie Arlbergschnellstraße.
In der Schweiz rechnen Verkehrsexperten vor allem am Samstagvormittag und Sonntagnachmittag auf den Transitstrecken mit Verzögerungen. Ein besonderes Nadelöhr stellt der Gotthardtunnel dar, während auch die San-Bernardino-Route und Zufahrtsstraßen zu Skigebieten stark belastet sein werden.
Grenzkontrollen und praktische Tipps
An allen deutschen Grenzen finden verschärfte Einreisekontrollen statt, die zwar stichprobenartig durchgeführt werden, aber dennoch zu Wartezeiten führen können. Besonders an den Übergängen von Österreich – Suben, Walserberg und Kiefersfelden – ist mit Verzögerungen zu rechnen.
Verkehrsexperten empfehlen, für Reisen ausreichend Zeitpuffer einzuplanen und möglichst früh am Morgen oder spät am Abend zu starten, um den Hauptverkehrszeiten auszuweichen. Abseits der Skiurlauberstrecken erwartet der ADAC hingegen "keine größeren Probleme", sodass Reisende, die nicht in die Alpen oder zurück aus dem Skiurlaub fahren, entspannter unterwegs sein sollten.



