Großbrand in Templin: Ehemaliges Lehrlingswohnheim in Flammen
Am Donnerstagnachmittag, dem 23. April 2026, gegen 15:56 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Templin zu einem Brand in einem leerstehenden Gebäude nahe des Wohngebietes Postheim alarmiert. Das ehemalige Lehrlingswohnheim, das sich gegenüber dem Ahorn Seehotel Templin befindet, stand binnen kurzer Zeit lichterloh in Flammen. Die Rauchsäule war weithin sichtbar, unter anderem von der Südstadt und der NaturTherme Templin aus.
52 Einsatzkräfte im Einsatz
Insgesamt rückten 52 Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt, Polizei und Bürgermeister aus. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Templin waren auch die Ortswehren aus Röddelin, Groß Dölln, Storkow und Grunewald vor Ort. Einsatzleiter René Müller koordinierte die Löscharbeiten, die sich bis in die Abendstunden hinzogen.
Gefahr für Anwohner und Gebäude
Zunächst schlugen die Flammen nur aus der Mitte des Daches. Ein erster Suchtrupp wurde ins Gebäude geschickt, um nach möglichen Personen zu suchen, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Obdachlose oder andere Unbefugte dort aufhielten. Die Kameraden mussten das Gebäude jedoch schnell wieder verlassen, da die Statik durch das Feuer gefährdet war. Der Wind trieb die Flammen in alle Richtungen, und Rauch legte sich über das angrenzende Wohngebiet. Die Feuerwehr forderte die Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Löscharbeiten mit Drehleiter und Schaum
Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen von allen Seiten. Mit einer Drehleiter und unter Atemschutz gingen zwei Kameraden von oben vor, um mit Einreißhaken die Dachhaut zu öffnen. Das Feuer hatte sich bereits durch den Dachstuhl bis ins Obergeschoss gefressen. Später wurde die Einsatzstelle neu eingerichtet, um die Drehleiter umzusetzen und die Dachziegel Stück für Stück freizulegen. Einsatzleiter Müller erklärte: „Danach können wir beginnen, den Dachstuhl mit Schaum abzudecken, um dem Feuer den Sauerstoff zu nehmen.“ Die Arbeiten sollten voraussichtlich bis in den späten Abend andauern.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Brandursache war zunächst unklar. Hoteldirektor Alexander Methner, der die Einsatzkräfte vor Ort verpflegte, berichtete von Anwohnern, die am Vorabend Schatten am Gebäude beobachtet haben sollen. Ein eingetretenes Brett vor einem Fenster am Hintereingang könnte auf unbefugten Zutritt hindeuten. Bürgermeister Christian Hartphiel, der ebenfalls zum Brandort geeilt war, äußerte sich besorgt: „Erst am Tag zuvor gab es einen Flächenbrand an der Kurmeile, bei dem ein Baum abbrannte. Das war schon eine unlogische Geschichte, weil der Brand nicht auf trockenem Ödland, sondern auf einer Grünfläche ausbrach.“ Er betonte, dass die Gesundheit aller Kameraden oberste Priorität habe. Nach dem Löschen des Brandes soll ein zweiter Suchtrupp das Gebäude erneut durchsuchen, um sicherzustellen, dass sich keine Personen darin befinden.



