Wildberger warnt vor China-Software: Das wäre der Horror
Wildberger warnt vor China-Software

Digitalminister Karsten Wildberger (56, CDU) hat bei Maybrit Illner (61) eindringlich vor den Risiken neu entwickelter Sicherheitssoftware gewarnt, die etwa von der Polizei eingesetzt werden könnte. Seine zentrale Sorge: „Da stellt sich die Frage: Wer hat die Kontrolle? Wenn Sie nach China gucken, können Sie diese Technologie natürlich einsetzen, um Menschen zu überwachen. Das wäre der Horror. Das darf auf keinen Fall passieren!“

Europa soll Lösungen bringen

In der ZDF-Sendung ging es vor allem um Programme der US-Firma Palantir, die in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg bereits gegen Kriminalität und Terrorismus eingesetzt werden, bei der Bundeswehr jedoch außen vor bleiben sollen. „Natürlich schauen wir uns auch Palantir mit der notwendigen Sorge an“, versprach Wildberger. Seine Antwort auf Bedenken, etwa von Verteidigungsminister Boris Pistorius (66), sei: „dass wir uns vor allem ganz aktiv nach europäischen Lösungen umschauen: Was können die leisten, und wie können wir die stark machen?“ Denn, so Wildberger: „Wenn ich etwas ablehne, muss ich auch eine Lösung anbieten.“

Werte in den Daten

Die Daten, mit denen die neuen Software-Modelle gefüttert würden, enthielten auch Werte, führte Wildberger aus. Sein entscheidender Punkt: „Wenn Sie ein chinesisches Modell fragen, etwa ‚Wie gut ist Autokratie?‘, wird es anders antworten als ein europäisches Modell. Wir müssen sicherstellen, dass wir in einer Welt leben wollen, die wir selber gestalten. Deshalb müssen wir auch die Maschine gestalten. Und die Maschine muss dem Menschen dienen, nicht umgekehrt!“

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Strategie gegen Terror

Seine Strategie beim Aufbau von Systemen, die dann eigenständig entscheiden müssten, formulierte der Minister so: „Um denjenigen, die diese Technologie gegen uns einsetzen wollen, auch gegebenenfalls terroristisch, etwas entgegenzuhalten, müssen Sie selber diese Technologie beherrschen.“

Wildberger: Richtig, dass Musk Geld verdient

Dass der ebenso gefeierte wie kritisierte Tech-Guru Elon Musk (54) in den letzten Jahren 38 Milliarden Dollar an staatlichen Aufträgen, Subventionen, Steuergutschriften und Darlehen bekommen haben soll, findet Wildberger richtig. Seine klare Ansage: „Dass der Staat in einer strategischen Sichtweise als Ankerkunde tätig wird und Unternehmen unterstützt, das muss auch in Deutschland passieren. Wir haben uns dieses in der Bundesregierung als Mantra ausgegeben und wenden das in meinem Ministerium an.“

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