Hadern im Verkehrschaos: Tram-Baustelle verlagert Laster in Wohnstraßen
Seit dem Start der Bauarbeiten für die neue Tram-Westtangente in München-Hadern wälzt sich ein dichter Strom an Ausweichverkehr durch die bisher ruhige Kurparkstraße. Besonders betroffen sind die Anwohner, die nicht nur unter Lärm und Abgasen leiden, sondern vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder fürchten.
Gehwege werden zu Ersatzfahrbahnen
Augenzeugen berichten, dass Lastwagen und Pkw aufgrund der beengten Verhältnisse regelmäßig auf Gehwege ausweichen. „Die Fahrzeuge nehmen keine Rücksicht mehr“, klagt eine besorgte Mutter. „Mein Sohn muss auf dem Weg zur Schule zwischen parkenden Autos und vorbeirasenden Lastern hindurchlaufen.“
Die Kurparkstraße, eigentlich eine schmale Wohnstraße, ist durch die Umleitung des Verkehrs der Tram-Westtangente zu einer Hauptausweichroute geworden. Die Belastung hat seit Baubeginn kontinuierlich zugenommen.
Anwohner fordern schnelle Lösungen
Die Bewohner Haderns fordern von der Stadtverwaltung umgehende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Konkrete Vorschläge umfassen temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen, zusätzliche Verkehrsschilder und regelmäßige Kontrollen durch die Ordnungsbehörden.
„Wir verstehen die Notwendigkeit des Tram-Ausbaus“, so ein Anwohnervertreter, „aber die Sicherheit der Bürger darf nicht auf der Strecke bleiben.“ Die Bauarbeiten für die Tram-Westtangente sollen noch mehrere Monate andauern.
Die Stadt München hat auf Anfrage angekündigt, die Situation zu prüfen und gegebenenfalls nachzusteuern. Bislang fehlen jedoch konkrete Zusagen für sofortige Entlastungsmaßnahmen.



