Kanaren-Insel plant Knallhart-Regeln für E-Scooter-Rowdys
Kanaren-Insel: Knallhart-Regeln für E-Scooter

Eine Stadt auf den Kanaren will jetzt knallhart gegen E-Scooter-Rowdys durchgreifen. Schluss mit Wildwest auf zwei Rädern auf einer beliebten Urlaubsinsel: Eine knallharte Verkehrsverordnung wurde auf den Weg gebracht, die vor allem eines im Visier hat – mehr Sicherheit und klare Regeln angesichts des E-Scooter-Booms!

Adeje auf Teneriffa plant strenge Auflagen

Die Stadt Adeje (rund 50.000 Einwohner) im Südwesten der Kanarischen Insel Teneriffa will angesichts des Rowdytums im Straßenverkehr durchgreifen. Noch ist es zwar nur ein Plan. Aber der Stadtrat hat bereits zugestimmt und im Mai soll alles endgültig beschlossen werden. Zuvor dürfen allerdings noch die Bürger mitreden.

Geht es nach dem Stadtrat von Adeje, dürfen E-Roller nur noch ab 16 Jahren benutzt werden. In Deutschland ist es ab 14 Jahren erlaubt. Die Vorlage hat es in sich: Es soll klare Regeln für Nutzer und Anbieter von E-Rollern geben. Stadträtin Mercedes Vargas Delgado spricht laut Nachrichtenportal Canarian Weekly von einem „großen Wandel“. Vor allem die Sicherheit soll verbessert werden.

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Das steht in den Knallhart-Vorschriften

Elektroroller sollen deshalb künftig nur noch unter klaren Bedingungen über die Straßen flitzen dürfen. Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu. Wer über den Zebrastreifen will, muss absteigen. Die oberste Devise: Fußgänger haben immer Vorrang. Außerdem dürfen nur noch Personen ab 16 Jahren auf die E-Scooter steigen.

E-Scooter sollen in dem Urlaubsort künftig nur noch auf gekennzeichnete Flächen abgestellt werden dürfen. Verboten werden sollen auch Handy am Lenker oder Kopfhörer im Ohr. Wer nachts unterwegs ist, muss reflektierende Kleidung tragen. Und beim Parken soll es ebenfalls keinen Spielraum mehr geben: Roller dürfen dann nur noch in gekennzeichneten Zonen abgestellt und Gehwege nicht mehr blockiert werden. Wer sich nicht daran hält, riskiert nach den derzeitigen Plänen ein Bußgeld, das noch nicht festgelegt wurde, oder sogar das Abschleppen durch die Polizei.

Auch E-Scooter-Verleiher sollen handeln

Auch den E-Scooter-Verleihern droht die volle Gesetzes-Keule: Sie sollen unter anderem künftig Genehmigungen einholen, Versicherungen abschließen und ihre Roller per GPS ortbar machen. Doch damit nicht genug: Geht es nach dem Stadtrat auf der Urlaubsinsel werden sie verpflichtet, feste Abstellflächen bereitzustellen und alle steuerlichen Regeln einzuhalten.

Parallel zu den rigorosen E-Scooter-Regeln will die Stadt eine Aufklärungskampagne mit dem Titel „Respeto sobre ruedas“ (übersetzt: „Respekt auf Rädern“) starten. Das erklärte Ziel: Einwohner und Touristen wachrütteln und für ein rücksichtsvolles Miteinander sensibilisieren. Ein hartes Regelwerk, das aber angesichts der vielen Unfälle, an denen E-Roller beteiligt sind, offenbar notwendig ist.

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