Am 1. Mai um 9 Uhr bildete sich am Dantebad in München eine kleine Schlange. Viele ältere Menschen, aber auch junge Erwachsene und Familien mit Kindern nutzten den freien Tag, um als Erste in die neue Freibadsaison zu starten. Das Dantebad und das Schyrenbad öffneten am Freitagvormittag ihre Pforten – zur großen Freude der Badegäste.
Erste Badegäste begeistert
Ulrike Graichen, eine Stammgästin, besucht das Dantebad in der Sommersaison drei- bis viermal pro Woche, um ihre Bahnen zu ziehen. „Das ist so schön erfrischend“, sagte sie der AZ. Ihre Begeisterung war deutlich: „Ich freue mich total! Auf einer Skala von 1 bis 10 ist das mindestens eine 11.“ Solche Aussagen freuen Nicole Gargitter, die bei den Stadtwerken München für die Bäder verantwortlich ist. „Ähnlich wie auf der Wiesn wünschen wir uns eine friedliche Freibad-Saison, dass die Gäste eine gute Zeit haben und natürlich einen schönen Sommer mit viel Sonne“, erklärte sie. Am Tag vor der Eröffnung war sie noch etwas nervös.
Neues Zutrittssystem sorgt für Verwirrung
Der Grund für ihre Nervosität: „Alle Zutritts- und Verkaufsautomaten sind neu, genau wie das komplette System dahinter.“ Mit der schrittweisen Öffnung der Freibäder wird das Kassen- und Zutrittssystem umgestellt, und es gibt eine neue M-Bäderkarte. Das Guthaben auf der bisherigen Karte bleibt grundsätzlich erhalten. Einzelkarten sind weiterhin an der Kasse erhältlich, die Preise sind unverändert. Im Dantebad sorgte die Umstellung zunächst für Verwirrung, aber das Personal erklärte geduldig die Neuerungen.
Vorbereitungen für die Saison
Pünktlich zur Eröffnung glitzerte das Wasser in den Becken, die Liegewiesen waren frisch gemäht und die Wege sauber. Dahinter steckt monatelange Arbeit. „Wir beginnen schon im Februar oder März damit, die Freibäder wieder fit zu machen“, erklärte Nicole Gargitter. Der größte Aufwand ist die Reinigung der Becken, für die das Wasser komplett abgelassen wird. „Dabei finden wir meist viel Laub, leider gelegentlich auch tote Tiere“, berichtete die Bäderleiterin.
Atmosphäre am ersten Morgen
Am Freitag war davon nichts mehr zu sehen. Die meisten Besucher entspannten sich im 30 Grad warmen Attraktionsbecken, ein Herr saß auf einer Bank in der Sonne und hörte Musik. Einige Mutige zogen im Sommerbecken bereits ihre Bahnen, darunter auch Ulrike Graichen. Die Ruhe am Vormittag gefällt ihr besonders: „Ich genieße es auch einfach, wenn alle Münchner die Schwimmbäder nutzen.“
Die übrigen Bäder in München öffnen am 14. Mai, voraussichtlich auch die beiden Naturbäder.



