In Kaltenwestheim in der thüringischen Rhön fand ein ungewöhnliches Spektakel statt: das erste Mülltonnenrennen der Region. 19 Teams hatten sich angemeldet, um mit einer 80-Liter-Tonne eine etwa 400 Meter lange Gefällestrecke zu bezwingen. Hunderte Schaulustige verfolgten das Rennen, bei dem Mut, Tempo und vor allem Spaß im Vordergrund standen.
Ablauf des Rennens
Zunächst musste ein Teammitglied die Mülltonne den Hang hinaufbugsen, dann ging es für das andere Teammitglied in möglichst rasanter Fahrt bergab. Die „Fahrer“ waren mit Sturzhelmen, Handschuhen und häufig Inlineskatern ausgerüstet und legten sich auf die verstärkte Oberfläche der Tonnen. Die Gewinner Mathias Schmidt und Nils-Jonas Telle aus dem Rhönort benötigten für die Aufgabe 1,33 Minuten.
Hintergrund des Events
Anlass für das ungewöhnliche Rennen war die Eröffnung eines neuen Abschnitts eines Radwegs sowie eines erweiterten Geschichts- und Sagenwegs. Initiator und Ortsteilbürgermeister Jan Engel erklärte, dass Bratwurst und Bier bei der Eröffnung der beiden Wege nicht so originell seien wie das Rennen auf Mülltonnen. Die Organisatoren hätten sich Anregungen aus dem Internet geholt. „So etwas gibt es schon vereinzelt in Deutschland“, sagte Engel.
Trainings und mögliche Neuauflage
Die Teilnehmer konnten an den Wochenenden zuvor insgesamt drei Trainingsläufe absolvieren. Engel schätzt, dass die sperrigen Tonnen bei der Abfahrt etwa auf Tempo 30 kamen. Der Ortsteilbürgermeister schloss nicht aus, dass es eine Neuauflage des Mülltonnenrennens geben könnte: „Die Resonanz ist gut.“ Es gebe in dem Ort auch andere Radweg-Teilstücke, die vom Höhenprofil geeignet seien.



