Gesundheitsreform: Ende der kostenlosen Mitversicherung kostet bis zu 3000 Euro
Ende der kostenlosen Mitversicherung: Kosten bis 3000 Euro

Gesundheitsreform: Ende der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant eine umfassende Reform der Krankenversicherung, die für viele verheiratete Paare finanzielle Einbußen bedeuten könnte. Kernpunkt der Reform ist die Abschaffung der sogenannten kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner, die bisher in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) möglich war. Ab dem Jahr 2028 sollen Ehepartner nur noch unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden können. Dies betrifft vor allem Paare, bei denen ein Partner kein oder nur ein geringes Einkommen hat.

Wer ist besonders betroffen?

Besonders hart trifft die Reform Familien, in denen ein Partner zu Hause bleibt oder nur geringfügig beschäftigt ist. Bislang konnten diese Ehepartner ohne eigene Beitragszahlung in der GKV mitversichert werden. Künftig müssen sie sich entweder selbst versichern oder der Hauptverdiener muss höhere Beiträge zahlen. Die genauen Regelungen sehen vor, dass die beitragsfreie Mitversicherung nur noch für Ehepartner gilt, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Zudem soll die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung für den mitversicherten Partner eingeschränkt werden.

Wie hoch sind die Mehrkosten?

Die Mehrkosten können je nach Einkommenssituation erheblich sein. Für Paare, bei denen der mitversicherte Partner kein eigenes Einkommen hat, drohen Zusatzbeiträge von mehreren Hundert Euro pro Monat. Ein interaktiver Rechner, der exklusiv bei BILDplus verfügbar ist, ermöglicht es, die individuelle finanzielle Belastung zu berechnen. Eine große Tabelle zeigt zudem die voraussichtlichen Mehrkosten für verschiedene Einkommensstufen. In Extremfällen können die jährlichen Zusatzkosten bis zu 3.000 Euro betragen.

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Was gilt ab 2028?

Ab dem 1. Januar 2028 treten die neuen Regelungen in Kraft. Dann müssen alle Ehepartner, die nicht selbst berufstätig sind oder nur ein geringes Einkommen haben, mit höheren Beiträgen rechnen. Die Reform sieht zudem vor, dass die Beiträge zur Krankenversicherung für Ehepartner künftig vom Gesamteinkommen des Paares abhängen. Dies könnte dazu führen, dass auch Gutverdiener stärker belastet werden. Die genauen Details sind noch nicht abschließend geklärt, aber die Bundesregierung hat bereits angekündigt, die Reform noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen.

Für viele Paare bedeutet die Reform eine deutliche finanzielle Mehrbelastung. Die BILDplus-Leser haben die Möglichkeit, mit einem interaktiven Rechner ihre persönliche Situation zu überprüfen und sich in einer großen Tabelle über die zu erwartenden Kosten zu informieren.

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