Pilotenstreik bei Lufthansa: Tausende Flüge fallen aus - Das müssen Passagiere wissen
Lufthansa-Pilotenstreik: Tausende Flüge fallen aus

Pilotenstreik bei Lufthansa legt Luftverkehr lahm

Frankfurt am Main – Eine neue Streikwelle trifft den deutschen Luftverkehr mit voller Wucht. Nach dem Arbeitskampf des Kabinenpersonals am vergangenen Freitag haben nun die Piloten der Lufthansa-Gruppe die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für Montag und Dienstag zu umfassenden Streiks bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Cargo und der Cityline aufgerufen. Der Arbeitskampf begann pünktlich um 0.01 Uhr am Montagmorgen und führt zu massiven Flugausfällen an allen großen deutschen Flughäfen.

Betroffene Flughäfen und Strecken

Die Auswirkungen des Pilotenstreiks sind bundesweit spürbar. Am Hamburger Flughafen fallen am Montag insgesamt 24 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie München aus. Für Dienstag sind weitere 25 Verbindungen betroffen. Auch der Hauptstadtflughafen BER verzeichnet an beiden Tagen erhebliche Einschränkungen bei Lufthansa-Flügen nach Frankfurt und München.

Weitere betroffene Standorte:

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  • Stuttgart: Mehrere Flüge nach München und Frankfurt gestrichen
  • Leipzig: Zahlreiche Verbindungen fallen aus
  • Dresden: Deutlich reduzierte Flugverbindungen

VC-Präsident Andreas Pinheiro warnt vor massiven Auswirkungen, insbesondere bei der Cityline: „Im Zuge der neuen Streikwelle würden dort quasi alle Flüge ausfallen. Das ist nicht schön für die Passagiere, wird aber so kommen.“

Informationen für betroffene Passagiere

Die Lufthansa ist bereits seit Sonntagnachmittag intensiv mit der Umbuchung von Passagieren beschäftigt. Eine Sprecherin erklärte: „Es geht um Wechsel auf andere Flugrouten und Partner-Fluggesellschaften.“ Bei Eurowings sind am Montag nur Abflüge von Eurowings Deutschland betroffen, nicht aber von Eurowings Europe. Die Airline geht davon aus, einen großen Teil des Flugprogramms aufrechterhalten zu können.

Wichtige Hinweise für Reisende:

  1. Passagiere sollten sich direkt an ihre Fluggesellschaft wenden
  2. Eurowings empfiehlt die fortlaufende Information über Website oder App
  3. Flughäfen raten zur Online-Überprüfung des Flugstatus
  4. Bestimmte Verbindungen in Krisenregionen sind vom Streik ausgenommen

Hintergründe des Tarifkonflikts

Der aktuelle Pilotenstreik hat zwei zentrale Ursachen: Zum einen geht es um die betriebliche Altersversorgung, zum anderen um die Vergütung bei der Regionaltochter Lufthansa CityLine. Diese Gesellschaft soll perspektivisch eingestellt werden, während die neue Marke City Airlines schrittweise deren Strecken übernimmt. Die Piloten erhoffen sich durch höhere Tarifabschlüsse bei CityLine bessere Übergangsbedingungen zur neuen Airline.

VC-Präsident Andreas Pinheiro begründet die Streikmaßnahmen mit fehlendem Verhandlungswillen der Arbeitgeberseite: „Grund für diesen Aufruf ist ganz klar, dass wir in den letzten vier Wochen kein verhandlungsfähiges Angebot vom Arbeitgeber erhalten haben, was über eine Null hinausgeht.“

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann kontert scharf: Die Gewerkschaft streike bei Lufthansa Classic und Cargo für eine Verdopplung einer „bereits exzellenten Altersversorgung“. Bei Eurowings fordere die VC sogar eine Verdreifachung der arbeitgeberseitigen Altersversorgungsbeiträge. Zudem weist er auf die prekäre finanzielle Situation der CityLine hin, die „hochdefizitär“ sei.

Eskalation droht

Der Tarifkonflikt spitzt sich weiter zu. VC-Chef Pinheiro schloss weitere Streikmaßnahmen nicht aus, falls sich der Arbeitgeber nicht bewegen sollte. Die aktuelle Streikwelle trifft die Luftfahrtbranche in einer ohnehin angespannten Phase, nur wenige Tage nach den massiven Ausfällen durch den Kabinenpersonal-Streik. Tausende Reisende müssen erneut mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen und ihre Reisepläne kurzfristig anpassen.

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