München-Pendler-Chaos: Weichenarbeiten in Geltendorf stoppen Züge bis 4. März
München-Pendler-Chaos: Züge bis 4. März gestoppt

München-Pendler-Chaos: Weichenarbeiten in Geltendorf stoppen Züge bis 4. März

Seit Tagen rollen Züge zwischen München und Buchloe bereits langsamer als gewohnt. Jetzt kommt es zu einer massiven Einschränkung: Am Bahnhof Geltendorf im Landkreis Landsberg am Lech können bis zum 4. März überhaupt keine Züge mehr fahren. Grund dafür ist der Einbau von vier neuen Weichen, der umfangreiche Bauarbeiten erfordert. Die Deutsche Bahn hat die Maßnahmen angekündigt, die für Pendler und Reisende erhebliche Umstellungen bedeuten.

Umfangreiche Beeinträchtigungen für Fern- und Regionalverkehr

Die Oberleitung auf der Strecke bis Kaufering muss für den Weichenwechsel abgeschaltet werden, sodass dort nur noch Dieselzüge verkehren können. Dies hat direkte Auswirkungen auf zahlreiche Zugverbindungen. Eurocity-Express-Züge zwischen München und Zürich fahren aus der Schweiz kommend nur noch bis Lindau-Reutin. Sie halten nicht mehr in München, Buchloe und Memmingen. Ersatzbusse sollen hier den Verkehr übernehmen, wobei deren Fahrplan in Lindau-Reutin auf die Fernzüge abgestimmt ist.

Im Regionalverkehr entfallen die RB74 zwischen München und Geltendorf sowie die RE70 zwischen Fürstenfeldbruck und Geltendorf. Reisende können auf Expressbusse als Ersatzverkehr zurückgreifen, die ohne Halt zwischen Geltendorf und Fürstenfeldbruck verkehren und etwa 30 Minuten Fahrzeit benötigen. Zwischen Fürstenfeldbruck und München stehen alternativ die S-Bahn-Linie S4 oder die zweistündlich fahrende RE70 zur Verfügung.

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Weitere betroffene Linien und Ersatzangebote

Die von Arverio betriebenen Regionalzüge RE72 und RE96 fallen zwischen Buchloe und München komplett aus. Das Unternehmen plant Expressbusse ohne Halt zwischen München Hauptbahnhof und Buchloe sowie weitere Ersatzbusse zwischen München-Pasing und Geltendorf, um Anschlüsse an Züge nach Buchloe zu gewährleisten.

Für die Bayerische Regiobahn (BRB) auf der Linie RB68 aus dem Allgäu endet die Fahrt in Geltendorf. Fahrgäste müssen hier in Ersatzbusse nach Fürstenfeldbruck umsteigen. Zwischen Geltendorf und Buchloe will die BRB zusätzliche Pendelzüge mit Halt in Kaufering einsetzen, um im Stundentakt zwischen 5.30 Uhr und 22.30 Uhr Verbindungen anzubieten.

Auch die RB67 zwischen Augsburg und Schongau ist betroffen: Zwischen Geltendorf und Schondorf müssen Reisende auf Busse umsteigen, am 28. Februar und 1. März zusätzlich zwischen Geltendorf und Walleshausen.

Einschränkungen bei der Münchner S-Bahn

Die S-Bahn-Linie S4 fährt aus München nur noch bis Grafrath und wendet dort. Wer nach Geltendorf weiterreisen möchte, muss auf Busse umsteigen, die alle 20 bis 40 Minuten entsprechend dem S-Bahn-Takt verkehren. Allerdings benötigen diese Busse für die Strecke etwa 25 Minuten länger als die S-Bahnen. Die Ankünfte und Abfahrten in Grafrath sollen jedoch auf die S-Bahnen abgestimmt sein.

Empfehlungen für Reisende und Hintergründe der Bauarbeiten

Wegen der kurzfristig geänderten Fahrpläne sind die Änderungen laut Bahn zunächst nicht bei allen Regionalzuglinien in der Online-Auskunft sichtbar. Reisende sollten daher ihre Abfahrten sicherheitshalber kurz vor der Fahrt im DB Navigator oder auf den Websites von Arverio und der Bayerischen Regiobahn überprüfen.

Die Bauarbeiten sind notwendig, weil Schienen und Weichen auf der Strecke zwischen München und Buchloe in die Jahre gekommen sind. Seit dem 7. Februar gab es bereits Langsamfahrstellen, an denen Züge nur mit Tempo 20 fahren durften. Nach dem Einbau der neuen Weichen in Geltendorf soll dort die reguläre Geschwindigkeit wieder möglich sein. Die Bahn bezeichnet die Maßnahme als "ersten wichtigen Schritt zur Stabilisierung des Betriebs" und plant, weitere Langsamfahrstellen auf der Strecke im Laufe des Jahres zu beseitigen.

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