MVG-Streik in München: Eingeschränkter Betrieb läuft früher an
Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in München hat am Mittwoch begonnen, doch anders als am ersten Streiktag verkehren bereits bestimmte Linien. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat ihren Sonderbetrieb früher als geplant gestartet, insbesondere mit Blick auf das DFB-Pokal-Viertelfinalspiel des FC Bayern gegen RB Leipzig in der Allianz Arena.
Mehr Mitarbeiter im Dienst als erwartet
Laut MVG haben sich heute mehr Mitarbeiter zum Dienst gemeldet als beim ersten Streiktag, was ein besseres Angebot ermöglicht. Seit 10 Uhr fahren U-Bahnen auf dem Abschnitt zwischen Marienplatz und Fröttmaning. Die U-Bahn kann nur in Betrieb gehen, wenn gesichert ist, dass der Zugverkehr geregelt eingestellt oder bis Betriebsschluss weiterlaufen kann. "Die U-Bahn bietet wesentlich höhere Kapazitäten als Busse und ist nicht abhängig vom Verkehrschaos", erklärt die MVG.
Bei der Tram konnten die stark nachgefragte Linie 20 und die Linie 25 nach Grünwald bereits um 6 Uhr den Betrieb aufnehmen. Beide Linien fahren im Zehn-Minuten-Takt, der Betrieb ist zunächst bis etwa 13 Uhr sichergestellt.
Busverkehr und regionale Einschränkungen
Beim Bus ist ein eingeschränkter Betrieb möglich, da private Busunternehmen nicht bestreikt werden. Etwa drei Viertel aller Fahrzeuge sind unterwegs, mit Taktungen von zehn Minuten bis zu größeren Abständen. Die Stadtwerke Dachau werden ebenfalls bestreikt, betroffen sind alle sechs Stadtbus-Linien.
Appell des FC Bayern an Fans
Der FC Bayern München hat seine Fans eindringlich aufgefordert, die Anreise zum Pokalspiel gut zu planen und frühzeitig zum Stadion zu kommen. "Bitte plant eure Anreise entsprechend und brecht rechtzeitig Richtung Stadion auf!", schrieb der Verein auf der Plattform X. Die Allianz Arena öffnet ab 18:30 Uhr.
Betrieb während des Streiks
Der Streik dauert bis in den frühen Donnerstagmorgen (3.30 Uhr). Die MVG informiert über aktuelle Störungen auf ihrer Website und in der App MVGO. Busse fahren unregelmäßig, mit Taktungen von 20 bis 40 Minuten auf einigen Linien. Die U-Bahn ist tagsüber nicht in Betrieb, ab 17:30 Uhr fährt sie im Abschnitt Marienplatz-Fröttmaning für das Pokalspiel.
An- und Abreise zum Pokalspiel
Für das DFB-Pokal-Viertelfinale richtet die MVG einen Sonderbetrieb ein. Neben der U-Bahn steht ein verstärkter Bus-Transfer von der S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke zur Verfügung. Busse fahren nicht direkt zur Allianz Arena, sondern zum Kieferngarten, von wo aus das Stadion fußläufig erreichbar ist. Nach dem Spiel fahren Busse bei Bedarf zum Karlsplatz (Stachus).
Bauarbeiten und Alternativen
Die S-Bahn ist ab 22:20 Uhr wegen Bauarbeiten zur Zweiten Stammstrecke nur eingeschränkt in Betrieb. Die MVG empfiehlt, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen. Regionalzüge und MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt.
Tarifkonflikt und nächste Schritte
Verdi fordert in dem Tarifkonflikt in Bayern unter anderem eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte lehnen dies als zu teuer ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist am Freitag.
Der Streik betrifft auch Verkehrsbetriebe in Nürnberg und führt zu erwarteten Verkehrsbehinderungen, insbesondere auf Autobahnen wie der A99, A8 und A9. Fans und Pendler sollten Geduld und Flexibilität mitbringen.



