Osterreiseverkehr: Stauprognose für beliebte Routen und Ausweichverbote
Der Start in den Osterurlaub könnte für Autofahrerinnen und Autofahrer zu einer echten Geduldsprobe werden. Laut einer aktuellen Prognose des Automobilclubs ADAC wird der meiste Verkehr am Freitag, dem 27. März, erwartet, wenn in zehn Bundesländern die Osterferien beginnen. Auch am Samstagvormittag, am Gründonnerstag und am Ostermontag drohen zahlreiche Staus auf den Fernstraßen.
Hauptreisetage und betroffene Strecken
Als besonders staugefährdet gelten der Freitag und der Gründonnerstag, an denen viele Reisende zu ihren Familien oder in den Kurzurlaub aufbrechen. Die Rückreisewelle wird vor allem am Ostermontag rollen, während der Ostersonntag auf den Autobahnen sehr ruhig bleiben dürfte. Der ADAC stuft insgesamt 15 deutsche Autobahnen als problematisch ein, darunter die A1 von Fehmarn über Hamburg nach Osnabrück, die A2 zwischen Oberhausen und dem Berliner Ring, die A6 von Heilbronn bis Pilsen und die A8 von Karlsruhe über München nach Salzburg.
Internationale Engpässe in den Alpen
Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Nachbarländern Österreich, Italien und der Schweiz wird mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet. In Österreich gelten die Tauernautobahn, die Inntalautobahn und die Brennerautobahn als Stauklassiker. In der Schweiz sind die A2 von Luzern über den Gotthard nach Chiasso und die A3 von Basel nach Chur betroffen. In Italien trifft dies vor allem auf die Brennerroute zu, und in Südtirol rechnet der ADAC mit hohem Verkehrsaufkommen in beliebten Urlaubsregionen wie dem Pustertal, dem Grödnertal oder dem Vinschgau.
Baustellen und Ausweichverbote verschärfen die Lage
Zusätzlich zu den Ferienreisenden sorgen viele Autobahn-Baustellen für weitere Engpässe. Wer den Stau auf der Autobahn umfahren möchte, sollte in Bayern jedoch vorsichtig sein: Entlang stark befahrener Strecken wie der A8 und A93 haben Kommunen Durchfahrverbote für Landstraßen verhängt, um den Verkehr in Ortschaften zu entlasten. Das bayerische Innenministerium bestätigte Anfang März, dass die Polizei in den vergangenen Monaten Tausende Fahrzeuge zurückgeschickt hat. Entsprechende Schilder weisen auf die Verbote hin, die nach tiroler Vorbild eingeführt wurden.
Alternativen und Entlastungstage
Für eine entspannte Anreise empfiehlt der ADAC den Sonntag, den 29. April, zu nutzen, da an diesem Tag weniger Verkehr erwartet wird. Reisende sollten zudem frühzeitig alternative Routen planen und sich über aktuelle Baustellen informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Die Kombination aus Ferienstart, Baustellen und den beliebten Reisezielen an Nord- und Ostsee sowie in den Alpen und Mittelgebirgen lässt wenig Spielraum für staufreie Fahrten.



