Prenzlauer Resolution fordert dauerhaften Stundentakt auf Bahnstrecke Berlin-Stralsund
Prenzlau fordert Stundentakt für Bahnstrecke Berlin-Stralsund

Prenzlauer Resolution fordert dauerhaften Stundentakt auf Bahnstrecke Berlin-Stralsund

Die Stadtverordneten von Prenzlau haben am 26. Februar eine Resolution verabschiedet, die den uneingeschränkten Erhalt der Bahnstrecke Berlin-Stralsund bei mindestens stündlicher Taktung nachdrücklich fordert. Gleichzeitig lehnen sie jede Reduzierung des Taktes, Angebotsausdünnung oder infrastrukturellen Rückbau an dieser wichtigen Verbindung entschieden ab.

Stundentakt als zentrale Stellschraube gegen Abwanderung

Stadtpolitiker sehen in der stündlichen Taktung der Züge zwischen Berlin und Stralsund eine zentrale Stellschraube gegen Abwanderung und für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land. Besonders betonen sie die Bedeutung auch außerhalb des sogenannten „Berliner Speckgürtels“.

Bahnreisende können bereits im Stunden-Takt zwischen der Metropole Berlin und der Kreisstadt Prenzlau pendeln, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Bis Jahresende 2025 konnten Reisende mit dem Deutschland- oder VBB-Ticket noch den ICE nutzen, um bei einer Fahrzeit von 70 Minuten zwischen den Bahnhöfen Berlin-Gesundbrunnen und Prenzlau zu verkehren.

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Änderungen seit Januar 2026

Seit Januar 2026 ist die Stunden-Taktung aufgrund des geänderten VBB-Vertrages zwischen Berlin und Prenzlau auch ohne ICE gesichert, sodass die Nutzung desselben mit den genannten Tickets entfällt. Damit verlängert sich die Fahrzeit um zehn Minuten auf insgesamt 80 Minuten.

Die stündliche Taktung funktioniert jedoch nur, wenn alle zwei Stunden der Umstieg in Angermünde in den oder aus dem Zug Berlin-Schwedt gelingt. Fahrgäste, die von Prenzlau nach Berlin oder umgekehrt reisen, müssen gut zu Fuß sein, um die Bahnunterführung in Angermünde so zügig zu durchqueren, dass der Umstieg erfolgreich ist. Andernfalls müssen sie eine Stunde auf den nächsten Zug warten.

Klimaschutz und Daseinsvorsorge als Begründung

Die Stadtpolitiker begründen ihre Resolution mit klaren Worten: „Jede Schwächung dieser Strecke widerspricht den erklärten Zielen von Klimaschutz, Verkehrswende und Daseinsvorsorge. Eine Ausdünnung des Taktes käme faktisch einer Angebotskürzung gleich und ist politisch nicht hinnehmbar.“

Zahlreiche Bevölkerungsgruppen sind auf eine verlässliche und bezahlbare Schienenanbindung angewiesen:

  • Schüler und Auszubildende
  • Berufspendler
  • Ältere Menschen

Eine gute Verkehrsanbindung wirkt einer Abwanderung entgegen und erhöht die Attraktivität des ländlichen Raums als Wohn- und Arbeitsort deutlich.

Auftrag an den Bürgermeister

Die Stadtverordneten erteilen Bürgermeister Marek-Wöller-Beetz (CDU) den konkreten Auftrag, ihren Beschluss an folgende Stellen weiterzuleiten und sich aktiv für die Umsetzung einzusetzen:

  1. Zuständige Landes- und Bundesministerien
  2. Verkehrsverbünde
  3. Deutsche Bahn
  4. Abgeordnete auf Bundes- und Landesebene

Schwerpunkte der Bemühungen sind dabei notwendige Investitionen, die Gewährleistung von Zuverlässigkeit und eine sichere Anschluss-Sicherung für alle Fahrgäste.

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