In der Rostocker Südstadt entsteht ein neues Zentrum für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 120 Millionen Euro schreitet planmäßig voran. In der kommenden Woche steht ein Deckenfest an, bei dem der Abschluss des Dachstuhls für die Fahrzeughalle des Katastrophenschutzes gefeiert wird.
Bauabschnitte des Großprojekts
Das neue Einsatzzentrum an der Erich-Schlesinger-Straße wird in mehreren Etappen errichtet. Bereits von 2021 bis 2024 wurde hinter der aktuellen Feuerwache ein Erweiterungsbau für die integrierte Leitstelle fertiggestellt. Diese koordiniert rund um die Uhr Einsätze in Rostock und kostete 32 Millionen Euro. Nun folgen die nächsten Bauabschnitte:
Bauabschnitt 2: Zentrale Rettungswache Süd
Derzeit entsteht die neue Zentrale Rettungswache Süd. Eine Fahrzeughalle mit 18 Stellplätzen für den Rettungsdienst wird gebaut. Im Erdgeschoss sind Umkleide- und Sanitärräume, Lager, Werkstätten, eine Desinfektionshalle und Technikräume vorgesehen. In den beiden Obergeschossen werden Ruheräume, Büros, Aufenthaltsräume und die Technikzentrale untergebracht. Laut Stadtsprecher Ulrich Kunze wird in Kürze die Bodenplatte für diese Halle gegossen.
Bauabschnitt 3: Freiwillige Feuerwehr und Katastrophenschutz
Parallel entsteht ein Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Stadt-Mitte und den Katastrophenschutz. Dieser umfasst eine Fahrzeughalle mit 15 Stellplätzen, eine Waschhalle, Lagerräume sowie zentrale Alarm-Umkleiden mit Sanitärbereichen. In den Obergeschossen sind Büros, Sozial- und Aufenthaltsräume, ein Sportraum, ein Schulungsraum und eine Dachterrasse geplant.
Kosten und Zeitplan
Die Baukosten für die Abschnitte 2 und 3 belaufen sich auf insgesamt 45 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Anschließend soll die alte Feuerwache aus den 1980er-Jahren saniert werden (Bauabschnitt 4). Diese Sanierung wird vier Jahre dauern und voraussichtlich 2032 abgeschlossen sein. Die Kosten hierfür betragen 42,9 Millionen Euro. Insgesamt fließen somit rund 120 Millionen Euro in die Sicherheitsinfrastruktur Rostocks.
Deckenfest statt Richtfest
Da die Fahrzeughalle des Katastrophenschutzes keinen Dachstuhl erhält, wird ein Deckenfest gefeiert. „Im Prinzip ist das ein Richtfest, das bei Gebäuden gefeiert wird, bei denen es keinen Dachstuhl gibt“, erklärt KOE-Sprecher Arndt Draheim. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.



