Rostocker Stadtteilbrücke wird saniert, doch Neubau in den 2030ern unvermeidlich
Rostocker Brücke: Sanierung startet, Neubau folgt in 2030ern

Rostocker Stadtteilbrücke wird saniert, doch Neubau in den 2030ern unvermeidlich

Seit Mitte Dezember 2025 ist die wichtige Verkehrsverbindung zwischen den Rostocker Stadtteilen Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) und Hansaviertel gekappt. Die Brücke über die S-Bahngleise nach Warnemünde musste aus Sicherheitsgründen für Fußgänger und Radfahrer gesperrt werden, was von Anwohnern und Lokalpolitikern als kleine Katastrophe empfunden wurde. Nun gibt es konkrete Pläne für die Zukunft des maroden Bauwerks aus dem Jahr 1972.

Mängel bei Routineüberprüfung entdeckt

Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurden schwerwiegende Mängel an der Rampe zur Schillingallee festgestellt, die die Standsicherheit des Auf- und Abgangs infrage stellten. Das Eisenbahn-Bundesamt ordnete daraufhin umgehend die Sperrung dieser Rampe an. „Wir müssen bei der Rampe immer von einer vollen Auslastung ausgehen, weil sie auch eine Zuwegung zum Ostseestadion ist“, erklärte ein Bahn-Vertreter im Ortsbeirat Hansaviertel mit Blick auf die zahlreichen Hansa-Fans.

Eine anschließende gründliche Prüfung des gesamten Bauwerks offenbarte weitere Probleme:

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  • Stark korrodierte Verkleidungsbleche
  • Mängel an der Treppe zum Bahnsteig
  • Insgesamt mangelhafte Bausubstanz

Diese Befunde führten zur vollständigen Sperrung der Brücke, die seitdem nicht mehr genutzt werden darf.

Sanierung ab April 2026 geplant

Der Bahn-Vertreter machte jedoch Hoffnung auf eine baldige Lösung. Sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen, können die notwendigen Sanierungsarbeiten beginnen. Ende April 2026 soll die Verbindung zwischen KTV und Hansaviertel voraussichtlich wieder für den Verkehr geöffnet werden. Die Sanierung wird einen sechsstelligen Betrag kosten und umfasst vorrangig die Behebung der akuten Sicherheitsmängel.

Allerdings bleibt die Treppe zum Bahnsteig vorerst weiterhin gesperrt, sodass der Zugang nur über die Parkstraße möglich sein wird. Fragen zum Materialtransport müssen noch abschließend geklärt werden.

Ersatzneubau in den 2030er Jahren notwendig

Die anstehende Sanierung markiert jedoch nicht das Ende der Baumaßnahmen. „Das ist definitiv die letzte Reparatur, die dort möglich ist an der Brücke“, betonte der Bahn-Mitarbeiter. Danach wird ein kompletter Ersatzneubau unausweichlich, der für Anfang der 2030er Jahre geplant ist.

Gründe für den Neubau:

  1. Eine Komplettsanierung für weitere 30 Jahre wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll
  2. Die Kosten würden sich auf 2,5 bis 3 Millionen Euro belaufen
  3. Ein Neubau wäre nicht wesentlich teurer, aber deutlich nachhaltiger

Die Deutsche Bahn plant bereits Gespräche mit der Stadt Rostock, um die Finanzierung und Umsetzung des Ersatzneubaus zu klären. Tom Rückborn, Vorsitzender des Ortsbeirates Hansaviertel (Grüne), zeigte sich erleichtert über die baldige Wiedereröffnung: „Der Umweg sei zwar länger, um zum S-Bahnsteig Parkstraße zu kommen, aber die verbindende Funktion war wirklich der Schmerzpunkt.“

Die Brücke zwischen KTV und Hansaviertel bleibt damit ein zentrales Thema für die Rostocker Verkehrsinfrastruktur – mit kurzfristiger Entspannung durch die Sanierung, aber langfristig notwendigen Investitionen in einen komplett neuen Bau.

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