Sachsen-Anhalts Brücken überstehen Winter weitgehend unbeschadet - nur wenige Ausnahmen
Sachsen-Anhalts Brücken überstehen Winter weitgehend unbeschadet

Sachsen-Anhalts Brücken überstehen Winter weitgehend unbeschadet

Der Winter hat den Straßen in Sachsen-Anhalt zwar deutlich zugesetzt, doch die Brücken des Landes sind nach Angaben der Landkreise erstaunlich gut durch die kalte Jahreszeit gekommen. Während der Landkreis Harz vor etwa zehn Tagen die Nutzung von zwei Brücken wegen winterbedingter Schäden erheblich einschränken musste, bleibt diese Situation in anderen Regionen des Bundeslandes eine absolute Ausnahme.

Umfrage zeigt positive Bilanz

Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Landkreisen Sachsen-Anhalts ergab ein überwiegend positives Bild: Die von den Landkreisen verantworteten Brücken behielten ihre ursprünglichen Klassifizierungen und Tragfähigkeitswerte. Lediglich zwei Landkreise meldeten Einschränkungen, wobei diese in einem Fall nicht primär auf den zurückliegenden Winter zurückzuführen sind.

Im Landkreis Harz haben die winterlichen Bedingungen zwei Brücken so stark zugesetzt, dass ihre Tragfähigkeit auf maximal 3,5 Tonnen begrenzt werden musste. Diese Maßnahme schließt jeglichen Schwerlastverkehr auf diesen Strecken aus, wie die Kreisverwaltung in einer offiziellen Mitteilung bestätigte. Der Landkreis Wittenberg berichtete von einer Brücke im östlichen Bereich, deren Tragfähigkeit auf zwölf Tonnen beschränkt ist. Hier spielen jedoch vor allem das hohe Alter der Konstruktion, Vorschädigungen aus dem Zweiten Weltkrieg und fortschreitende Materialermüdung eine entscheidende Rolle - weniger die unmittelbaren Wintereinflüsse.

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Landes- und Bundesstraßenbrücken ohne neue Winterprobleme

Das zuständige Infrastrukturministerium Sachsen-Anhalts teilte mit, dass bei Landes- und Bundesstraßenbrücken im gesamten Bundesland keine neuen Einschränkungen aufgrund der vergangenen Winterperiode verhängt werden mussten. Zwar existieren im Land einzelne Brücken mit Verkehrsbeschränkungen, doch diese resultieren aus langfristigen Faktoren wie allgemeinem Verschleiß, statischen Problemen oder planmäßigen Sanierungsarbeiten - nicht aus akuten Winterschäden.

Straßen leiden stärker unter Wintereinflüssen

Während die Brücken vergleichsweise gut durch den Winter kamen, zeigen sich auf den Straßenoberflächen deutlich mehr Spuren der kalten Jahreszeit. Besonders der häufige Wechsel zwischen Frost- und Tauperioden stellt für die Fahrbahndecken eine erhebliche Belastung dar. Durch Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt dringt Wasser in vorhandene Risse und Poren ein, gefriert, dehnt sich aus und zieht sich beim Auftauen wieder zusammen. Dieser wiederkehrende Prozess führt vermehrt zu Schlaglöchern, Aufbrüchen und kleineren Schadstellen auf den Straßen.

Kommunen und Straßenbaubehörden beobachten daher nach jedem Winter eine Zunahme solcher Straßenschäden, während die Brückeninfrastruktur - abgesehen von den genannten Einzelfällen - stabil bleibt. Diese unterschiedliche Betroffenheit zeigt, wie verschiedene Verkehrsinfrastrukturelemente auf winterliche Witterungsbedingungen reagieren.

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