Schwerin startet umfangreiches Straßensanierungsprogramm für 2026
Die Landeshauptstadt Schwerin bereitet sich auf ein intensives Jahr der Straßeninstandhaltung vor. Mit einem Budget von mehr als zwölf Millionen Euro für die reine Straßenunterhaltung und zusätzlichen Mitteln für Gehwege und grundhafte Sanierungen werden Autofahrer und Anwohner in zahlreichen Stadtteilen mit Baustellen und Verkehrseinschränkungen rechnen müssen. Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) und der Fachdienst Verkehrsmanagement haben nun detaillierte Pläne für die kommenden Monate vorgestellt.
Vier Großprojekte in Hauptverkehrsadern geplant
Axel Klabe, stellvertretender Werkleiter der SDS, kündigte vier bedeutende Instandhaltungsprojekte in Hauptstraßen an. In Krebsförden und Wüstmark beginnt bereits im Mai die Erneuerung der Pampower Straße von der Pfohe-Kreuzung bis zur Stadtgrenze, ein Vorhaben mit einer voraussichtlichen Dauer von acht Monaten. Im Stadtteil Lewenberg starten nach den Sommerferien die Arbeiten an der Wismarschen Straße zwischen Bürgermeister-Bade-Platz und Klinikum, die sich wahrscheinlich bis ins Jahr 2027 erstrecken werden.
In Görries wird der noch nicht sanierte Abschnitt der Rogahner Straße inklusive Handelsstraße und Otto-Weltzin-Straße ab Mai für sechs Monate saniert. Auf dem Großen Dreesch ist zum Ende der Sommerferien eine etwa zweiwöchige Deckenerneuerung in der Karl-Marx-Allee zwischen Friedrich-Engels-Straße und Ludwigsluster Chaussee vorgesehen.
Weitere Maßnahmen in Anliegerstraßen und Gehwegen
Neben den Großprojekten sind 14 weitere Instandhaltungsmaßnahmen in Anliegerstraßen geplant. Zu den umfangreichsten Vorhaben zählen:
- Am Hang (Wuppertaler Straße-Plater Straße)
- Plöner Straße (gesamter Straßenzug)
- Eutiner Straße (gesamter Straßenzug)
- Rahlstedter Straße (vor dem Hochhausgebiet)
- Möllner Straße (gesamter Straßenzug)
- Hof Göhren (Schweriner Straße-Wohngebiet)
- Vossens Tannen (gesamter Straßenzug)
Das Programm zur Erneuerung von Gehwegen wird ebenfalls fortgesetzt. In 30 Straßenabschnitten werden Nebenanlagen wie Gehwege oder kombinierte Geh- und Radwege instand gesetzt, wofür mehr als eine Million Euro bereitstehen. Betroffen sind unter anderem die Weinbergstraße, Hamburger Allee, Demmlerstraße, Jungfernstieg, Lortzingstraße und Walther-Rathenau-Straße.
Grundhafte Sanierungen und Verkehrsknotenumbau
Der Fachdienst Verkehrsmanagement plant mit einem Budget von rund 11,5 Millionen Euro den grundhaften Ausbau mehrerer Straßen. Fachdienstleiter Dr. Bernd-Rolf Smerdka nannte folgende Projekte, die 2026 beginnen oder fortgesetzt werden:
- In Neumühle wird die Schwalbenstraße von April 2026 bis November 2027 grundhaft ausgebaut.
- Der grundhafte Ausbau des Schulzenwegs in Görries dauert noch bis August 2027.
- In der Altstadt soll ab Oktober die Mecklenburgstraße (außerhalb der Fußgängerzone) saniert und zur Fahrradstraße umgebaut werden.
- Bereits Ende September beginnen in Lankow Arbeiten am gesamten Verkehrsknotenbereich Lübecker-, Grevesmühlener- und Gadebuscher Straße, die bis Sommer 2027 andauern werden.
Die grundhafte Erneuerung der Franz-Mehring-Straße in der Paulsstadt soll bis Ende November abgeschlossen werden, wobei neben Leitungen auch Parkstreifen, Gehwege und Straßenbahngleise erneuert werden. In Neu Zippendorf wird nach den Sommerferien die Fußgänger-Brücke Bosselmannstraße gesperrt und bis Ende Oktober saniert. Für Fußgänger und Radfahrer wird während dieser Zeit eine Bedarfsampel über die Crivitzer Chaussee eingerichtet.
Weitere Verkehrsprojekte und Parkplatzausbau
In Mueß und im Mueßer Holz entstehen zwischen Juni und Dezember neue Parkplätze am Consrader Weg und der Lomonossowstraße. Diese sollen nicht nur dem täglichen Bedarf dienen, sondern künftig auch bei Großveranstaltungen im Freilichtmuseum Mueß zur Verfügung stehen. Bereits laufende Fahrbahninstandsetzungen, die 2025 begonnen oder beauftragt wurden, umfassen unter anderem die Ludwigsluster Chaussee, Consrader Weg, Neumühler Weg, Hamburger Allee, Kantstraße und Hegelstraße.
Die umfangreichen Baumaßnahmen verdeutlichen das Engagement der Stadt Schwerin für eine moderne und sichere Verkehrsinfrastruktur. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich auf veränderte Verkehrsführungen und mögliche Umleitungen einzustellen.



