Schweriner Unfallbilanz 2025: Radfahrer und Fußgänger besonders gefährdet
Schweriner Unfallbilanz: Radfahrer und Fußgänger gefährdet

Schweriner Unfallbilanz 2025: Radfahrer und Fußgänger besonders gefährdet

Die Polizeiinspektion Schwerin hat die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt, die besorgniserregende Entwicklungen aufzeigt. Insgesamt registrierte die Polizei in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns 3291 Verkehrsunfälle, was einem deutlichen Anstieg von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 entspricht. Drei Menschen verloren dabei ihr Leben, darunter zwei Fußgänger und ein Radfahrer.

Vulnerable Verkehrsteilnehmer im Fokus

Mattes Pienkoß, Leiter der Schweriner Polizeiinspektion, betonte bei der Präsentation der Statistik, dass Fußgänger und Radfahrer das höchste Risiko tragen, bei einem Unfall verletzt zu werden. Von den 309 Unfällen mit Personenschäden im Jahr 2025 wurden 356 Personen verletzt. Davon waren 143 Radfahrer betroffen, was einem Anteil von 40 Prozent an allen Verletzten entspricht. Fußgänger machten mit 43 Verletzten weitere 12 Prozent aus, sodass diese beiden Gruppen zusammen über die Hälfte der Verunglückten stellen.

Hauptursachen und besondere Gefahrenstellen

Zu den häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschäden zählten Vorfahrtsverstöße (50 Fälle), Fehler beim Abbiegen (34 Fälle) und unzureichender Abstand (28 Fälle). Polizeichef Pienkoß wies darauf hin, dass es in Schwerin zwar keine klassischen Unfallschwerpunkte gebe, jedoch bestimmte Straßen für Radfahrer besonders riskant seien. Straßen mit Schienen, wie die Goethestraße oder der Marienplatz, stellen hier eine erhöhte Gefahr dar, da sie oft zu Stürzen oder Kontrollverlust führen können.

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Anstieg bei E-Scootern und Unfallflucht

E-Scooter spielten im Unfallgeschehen 2025 zwar weiterhin eine untergeordnete Rolle, dennoch ist ein signifikanter Anstieg zu verzeichnen. Die Polizei erfasste 26 Unfälle mit Beteiligung von E-Scootern, 17 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Unfälle mit verletzten Fahrern stieg von 8 auf 18. Besonders alarmierend ist die hohe Zahl von Unfallfluchten, die mit 956 Fällen auf gleichbleibend hohem Niveau blieb. Laut Pienkoß handelte es sich dabei überwiegend um Zusammenstöße auf Parkplätzen, die oft bagatellisiert werden.

Verkehrsverstöße und Präventionsmaßnahmen

Die Polizei verzeichnete im Jahr 2025 in Schwerin eine Reihe von Verkehrsverstößen:

  • 4196 Geschwindigkeitsüberschreitungen
  • 536 Rotlichtvergehen
  • 588 Handyverstöße am Steuer
  • 250 Fälle von nicht angelegten Gurten
  • 237 Alkohol- und 155 Drogenverstöße
Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, erreichte die Polizei im vergangenen Jahr knapp 2700 Teilnehmer unterschiedlichen Alters mit Präventionsveranstaltungen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen und unfallträchtiges Verhalten zu reduzieren.

Die Bilanz unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter Aufklärung und Kontrollen, um besonders vulnerable Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen und die allgemeine Verkehrssicherheit in Schwerin zu erhöhen.

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